9
Hopf und Paulſiek. Memorieren von Gedichten. Zuſammenfaſſender überblick über die wichtig⸗ ſten der deutſchen Sprache eigentümlichen grammatiſchen Geſetze. Alle 4 Wochen ein Aufaatz.
Lateiniſch, 7 St. Wedemann. Lektüre 4 St. Caes. b. g. T(1— 30), II und III. Gram⸗ matik, 3 St. Kaſuslehre und einige Kapitel aus der Moduslehre. Mündliche Üübungen nach Oſtermann. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit.
Griechiſch, 6 St. Wende. Erlernung der geſamten regelmäßigen Formenlehre bis zu den verbis liquidis einſchl. Übungen nach Oſtermann. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale.
Franzöſiſch, 3 St. König. Plötz Lektion 7 bis 29. Oftere Repetitionen aus dem Pen⸗ ſum der Quarta; alle 14 Tage ein Exercitium, Extemporalien alle 4 Wochen. Lektüre aus Lüdekings Leſebuch und Sprechübungen im Anſchluß daran und an die Höltzelſchen Wandtafeln.
Mathematik, 3 St. Baetz. Arithmetik 1 St. Einführung in die arithmetiſche Sprache; Operationen erſter und zweiter Stufe; leichte Gleichungen erſten Grades mit einer Unbekannten. Planimetrie 2 St. Lehre von den Dreiecken, Parallelogrammen und die vom Kreiſe bis zu den Peripheriewinkeln ausſchließlich nach Kambly; geometriſche Aufgaben. Wiederholung des Pen⸗ ſums der Quarta.
Geſchichte u. Erdkunde, 3 St. Wende. Kurzer Überblick über die weſtrömiſche Kaiſer⸗ geſchichte vom Tode des Auguſtus. Deutſche Geſchichte bis zum Ausgang des Mittelalters. Wiederholung der politiſchen Erdkunde Deutſchlands, phyſiſche und politiſche Erdkunde der außer⸗ europäiſchen Erdteile außer den deutſchen Kolonien. Kartenſkizzen.
Naturgeſchichte, 2 St. Waldſchmidt. Im S.: Botanik. Im W.: Anatomie und Phy⸗ ſiologie der Pflanzen. Überblick über das Tierreich.
Quarta. Ordinarius: O.⸗L. Kuntze.
Religion, 2 St. Demandt. Im S.: Bibl. Geſchichte des A. T. zu Ende. Im W.: Gleichniſſe und Bergpredigt aus dem N. T. nach Schäfer. Einteilung der Bibel. 4 Kirchen⸗ lieder. Das 2. Hauptſtück mit Luthers Erklärung. Sprüche.
Deutſch, 3 St. Kuntze. Lektüre und Erklärung poetiſcher und proſaiſcher Stücke aus dem Leſebuch für Quarta von Hopf und Paulſiek. Memorieren von Gedichten. Der zuſammenge⸗ ſetzte Satz; das Wichtigſte aus der Wortbildungslehre. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit.
Lateiniſch, 7 St. Kuntze. Lektüre nach Oſtermanns Übungsbuch; Rücküberſetzen; ſechs ſchriftliche Überſetzungen ins Deutſche. Im S. 3 St., im W. 4 St.— Grammatik nach Oſtermann; Wiederholung der Formenlehre; das Weſentliche aus der Kaſuslehre. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale, im Anſchluß an die Lektüre, im S. 4 St., im W. 3 St.
Franzöſiſch, 4 St. König. Lektüre aus Lüdekings Leſebuch; im Anſchluß an die Lektüre ſchriftliche Arbeiten und Grammatik. Retrovertieren und Memorieren vieler proſaiſcher und poetiſcher Stücke. Sprechübungen.
Geſchichte, 2 St. Wedemann. Griechiſche und römiſche Geſchichte.
Erdkunde, 2 St. Kuntze. Phyſiſche und politiſche Erdkunde von Europa außer Deutſch⸗ land, mit beſonderer Berückſichtigung der Länder am Mittelmeer. Kartenſkizzen an der Wand⸗ tafel und in Heften.


