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Geographie, 2 St. Wettſtädt. J. S.: Allgemeine geographiſche Vorbegriffe mit Beziehung auf die nächſte Umgebung; Anleitung zum Verſtändnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Allgemeines Bild der Erdoberfläche und der engern Heimat. Heimatskunde. Provinz Heſſen⸗Naſſau. Im W.: allgemeine Geographie der fünf Erdteile, Deutſchlands und Preußens nach Daniel.
Geſchichte, 1 St. Seifarth. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte.
Naturkunde, 2 St. Wettſtädt. Im Sommer: Botanik. Beſchreibung von einzelnen ein⸗ heimiſchen Pflanzen nach lebenden Exemplaren und Anlegung von Herbarien wie in Quinta. Einprägung terminologiſcher Ausdrücke. Im Winter: Zoologie. Beſchreibung wichtiger Tiere aus den oberen Klaſſen des Tierreichs. Einfache ſchematiſche Ubungen im Zeichnen des Beobachteten an Pflanzen und Tieren wie in Quinta.
Schreiben, 2 St. Wettſtädt. Übungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift nach der Tak⸗ tiermethode. Nach Vorſchrift an der Wandtafel.
Techniſcher Unterricht.
1. Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer 147, im Winter 147 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht Von einzelnen übungs⸗
überhaupt: arten: Auf Grund äarztlichen Zeugniſſes.... im S. 12, im W. 13 im S. 1, im W. 1 aus anderen Gründen.....lim S. 1, im W.——
Zuſammen 5⁵ S. 13, im W. 13 im S. 1, im W. 1 alſo von der Geſammtzahl der Schüler i. S. 8,s%, i. W. 8,s% i. S. 0,8%, i. W. 0,8%
Es beſtanden bei 8 getrennt zu unterrichtenden Klaſſen 3 Turnabteilungen; zur kleinſten von dieſen gehörten 34, zur größten 61 Schüler.
Von beſonderen Vorturnerſtunden abgeſehen, waren für den Turnunterricht wöchentlich ins⸗ geſamt 9 Stunden angeſetzt. Ihn erteilten: 1) Wettſtädt, Lehrer und Turnlehrer am hieſigen Gymnaſium. Die Qualifikation erwarb derſelbe auf Grund eines Zeugniſſes der Central⸗Turn⸗ anſtalt in Berlin und unterrichtete die I. und II. Turnabteilung. 2) Hirſchfeld, Hilfslehrer am Gymnaſium; er übte mit der III. Abteilung. Außerdem turnte eine Freiwilligen⸗Turnabteilung im Sommer, ungefähr 20 Schüler, beſtehend aus Vorturnern und den geſchickteren Turnern.
Das Turnen iſt ermöglicht im Freien und im geſchloſſenen Raume. Der Anſtalt ſtehen zur uneingeſchränkten Verfügung ein Turnplatz und eine damit verbundene Turnhalle; beides iſt in 5 Minuten von der Anſtalt bequem zu erreichen. Der Turnplatz, zugleich Spielplatz, hat die an⸗ gemeſſene Länge und Breite, iſt zum Teil Raſenplatz und von Baumreihen durchſchnitten, die hinlänglich Schatten ſpenden ohne dem Geſamtbetrieb des Turnens im Freien hinderlich zu ſein.
I. Turnabteilung: Zuſammengeſetzte Freiübungen, Eiſenſtabübungen mit Ausfallbewegung, Ordnungsübungen mit Berückſichtigung militäriſcher Formen; angeſpannte Laufübungen in Kurz⸗ und Dauerlauf. Erweiterung des Geräteturnens, namentlich am Barren, Reck und Springel, wobei gute Erfolge erzielt wurden, was Gewandtheit, äußere Haltung und Straffheit anlangt.


