Jahrgang 
1892
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von Orleans, Minna von Barnhelm. Daneben Lektüre nach Hopf und Paulſiek. Memorie⸗ ren Schillerſcher Gedichte. Einſchlagende Bemerkungen über Metrik, Poetik und Dispoſitionslehre. Themata der Aufſätze: 1) Vergleichung des Schickſals des Polykrates mit dem des Kröſus. 2) Wo⸗ durch wird der Mörder des Ibykus getrieben, ſich und ſeinen Mitſchuldigen zu verraten? 3) Hat Parricida recht, ſeine That der Tells gleichzuſtellen? 4) Baumgarten erzählt Stauffacher ſeine Er⸗ lebniſſe. 5) Welche Eigenſchaften legt Schiller dem Grafen von Habsburg in ſeiner Ballade bei? 6) Weshalb haßte Juno den Äneas und ſeine Mannen? 7) Damon in SchillersBürgſchaft und der Knappe imTaucher. 8) Vorfabel zu SchillersJungfrau von Orleans. 9) Welche Hemmungen hat die Jungfrau von Orleans auf ihrer Laufbahn zu überwinden? 10) Gang der Handlung in SchillersWilhelm Tell.

Lateiniſch, 8 St. Lektüre: 4 St. Im S.: Cic. pro Sext. Roscio, im W.: Cic. in Cat. -IV. Grammatik: 2 St. Kaſuslehre und das Wichtigſte aus der Tempus⸗ und Moduslehre. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. Mündliche Übungen nach Süpfle. Weidenbach. Verg. Aen. I und II. 2 St., im S. Otto; i. W. Seifarth.

Griechiſch, 5 St. Wende. Lektüre: Xen. Anab. V. Hell. III, IV, 1 mit Auswahl. Grammatik: im S. Kaſuslehre, im W. das Wichtigſte aus der Tempus⸗ und Moduslehre. Wöchent⸗ lich eine ſchriftliche Arbeit. Mündliche Übungen nach Seyffert⸗Bamberg. Hom. Od. IX, X u. XI 2 St. Wiskemann.

Mathematik, 4 St. Hebel. Arithmetik und Algebra. 2 St. Proportionen, Eigenſchaften der natürlichen Zahlen, Zahlſyſteme und Zahlzeichen. Dezimalbrüche, Maße, Gleichungen erſten Grades mit einer und mehreren Unbekannten, Potenzen und Wurzeln, das Quadrieren und ſeine Umkehrung, einfache quadratiſche Gleichungen(§F. 1424, 27, 28, 35, 36 nach Schubert). Planimetrie 2 St. Proportionen, Ähnlichkeit der Figuren, Konſtruktionsaufgaben.

Franzöſiſch, 2 St. König. Lektüre aus Plötz Manuel. Grammatik nach Plötz II, Lektion 39 57. Exercitien alle 14 Tage. Extemporalien alle drei Wochen.

In den übrigen Fächern mit II 1 kombiniert.

Certia I. Ordinarius: G.⸗L. Wende.

Religion, 2 St. Demandt. Lektüre: Matthäusev. Wiederholung der Bergpredigt. Das Leben des Apoſtels Paulus nach der Apoſtelgeſchichte. Daneben Memorieren von Pſalmen und Kirchenliedern. Wiederholung des Katechismus, neu: das 4. und 5. Hauptſtück.

Deutſch, 2 St. Wende. Lektüre und Erklärung poetiſcher und proſaiſcher Stücke aus Hopf und Paulſiek. Regeln über Satzbau und Interpunktion; Metrum. Kurzer überblick über die Einteilung der Poeſie. Memorieren von Gedichten. 12 Aufſätze.

Lateiniſch, 9 St. Wende. Lektüre: Caesar bell. gall. I und VII. 4 St. Grammatik: Tempus⸗ und Moduslehre; Repetition der Kaſuslehre. Mündliche und ſchriftliche Ubungen nach Oſtermanns Üübungsbuch. Wöchentlich 1 Exercitium, alle 14 Tage ein Ertemporale. 3 St. Ausgewählte Stücke aus Ovids Metamorphoſen. 2 St.

Griechiſch, 7 St. Angermann. Grammatik: S. 4, W. 3 St. Verba auf ui, unregelmäßige Verba auf ¹¹; Repetition der Formenlehre. Mündliche Übungen nach Oſtermann und nach Berger