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Der Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers Wilhelm II. wurde am 27. Januar durch einen öffentlichen Redeakt in der Aula gefeiert. Die Feſtrede hielt Oberlehrer König über Friedrich VI., Burggrafen von Nürnberg und erſten hohenzollernſchen Kurfürſten von Brandenburg.
Die ſchriftliche Reifeprüfung wurde vom 10. bis 14. Februar vorgenommen.
Die mündliche Prüfung fand am 17. März unter dem Vorſitz des Direktors ſtatt. Sämtliche 6 Abiturienten beſtanden die Prüfung, drei von ihnen wurden von der mündlichen Prüfung befreit.
Aufgaben für die ſchriftliche Prüfung. Lateiniſcher Aufſätz: De Gleomenis III., regis Lacedaemoniorum vita et exitu.— Deutſcher Aufſatz: Drei Blicke thu zu deinem Glück: Blick aufwärts— vorwärts— ſchau zurück! — Überſetzung aus dem Griechiſchen: Xen. Mem. I. 1§. 1— 5.— Mathematik: 1) Ein Beamter zahlt am An⸗ fang eines jeden Vierteljahrs 100 ℳ 30 Jabre lang an eine Verſicherungsgeſellſchaft, die 4% rechnet. Nach Ablauf dieſer Zeit entnimmt er bis zu ſeinem 5 Jahre ſpäter erfolgenden Tode am Anfang eines jeden Monats 150 ℳ Wieviel bleibt ſeinen Erben? 2) Ein Dreieck ſo zu konſtruieren, daß es einem gegebenen ähnlich iſt und daß ein Winkelpunkt ein gegebener iſt und von den beiden andern der eine in L., der andere in K liegt. 3) Für ein mit Schwefelkoblenſtoff gefülltes Hohlprisma, deſſen brechender Winkel)= 30 iſt, beträgt die Ab⸗ lenkung der Strahlen bei rechtwinkligem Austritt d³= 24° 35“. Wie groß iſt der Brechungsexponent? Unter welchem Winkel muß ein Lichtſtrahl auf dieſes Prisma fallen, wenn der Ablenkungswinkel den kleinſten Wert haben ſoll? 4) Das Volumen eines abgeſtumpften Kegels zu berechnen, deſſen Normalſchnitt ein Trapez iſt mit den Seiten a, b, c, d. Wie groß iſt ferner das Gewicht des Kegels, wenn das ſpezifiſche Gewicht der Maſſe = s iſt? a= 175 cm; b— 125; c= 87,5 cm; d= 95 cm, s= 3.,5.
Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler war mit Ausnahme der Erkrankungen an der
Influenza ein guter.
IV. Statiſtiſche Mitteilungen. A. Frequenztabelle für das Schuljahr 133990. ſſolr UI om UIoO VIWI Sa.
1. Beſtand am 1. Februar 1889 8 14 9 14 26 21 15 18 21 146 2. Abgang bis zum Schluß des
Schuljahres 1888/689.. 7 1 6 3— 4— 1 1 23 3a. Zugang durch Verſetzung zu V
Oſtern.......... 5 3 8[22 16 10 17 16— 97 3b. Zugang durch Aufnahme zu
Oſtern...........— 2 2 2 3 5 3 1 17 35⁵5 4. Frequenz am Anfang des Schul⸗
jahres 1889,/90...... 6 13 10 27 23 16 25 17 21 158 5. Zugang im Sommerſemeſter.— 1——-— 14——— 2 6. Abgang im Sommerſemeſter. 3 1 1 21——— 11— 8 7a. Zugang durch Verſetzung zu
Michaelis........ 3—————-——— 3 7b. Zugang durch Aufnahme zu
Michaelis..... S 1/— 2— 2——— 5 8. Frequenz am Anfang des Win⸗
terſemeſters........ 6 11 9 27 23 19 25 16 21 157 9. Zugang im Winterſemeſter..— 1——————— 1 10. Abgang im Winterſemeſter..—————— 14— 1 2 11. Frequenz am 1. Februar 1890% 6 12 9 27¹ 23 19 24 16 20 156 12. Durchſchnittsalter am 1. Febr. V
139...... 19 19 17, 16, 147 142 13, 11,7 114


