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Hebräiſch, 2 St. Im Sommer: Schluckebier. Im Winter: König. Grammatik: Verbum, Nomen, Numerale nach Geſenius. Lektüre: Leſebuch von Geſenius.
Phyſik, 2 St. Hebel. Im Sommer: Allgemeine Eigenſchaften der Körper und leichtere Kapitel aus der Mechanik. Im Winter: Wärmelehre mit beſonderer Berückſichtigung der Dampf⸗ maſchine.
Geſchichte u. Geographie, 3 St. Sommer: Leiß. Winter: Zobel. Griechiſche Geſchichte bis zur Zeit der Diadochen. Daneben Repetition der deutſchen Geſchichte bis 1648. Geogra⸗ phiſche Repetitionen.
Secunda 2. Ordinarius: G.L. Leiß..
Deutſch, 2 St. Leiß. Lektüre: Im Sommer: Minna von Barnhelm, Cid; im Winter: Prinz Friedrich von Homburg, die Jungfrau von Orleans. Daneben Lektüre nach Hopf und Paulſiek. Memorieren Schillerſcher Gedichte. Einſchlagende Bemerkungen über Metrik, Poetik und Dispoſitionslehre. Themata der Aufſätze: 1) Was nimmt das Volk im„Kampf mit dem Drachen“ für den Ritter ein? 2) Die Schlacht am traſimeniſchen See. Erzählung nach Livius. 3) Der Gedankengang in Schillers„Siegesfeſt“(Klaſſenarbeit). 4. Was erfahren wir über den Charakter Tellheims aus dem erſten Aufzuge der„Minna von Barnhelm“? 5) Woraus erklärt ſich die große Teilnahme der Griechen an dem Tode des Ibykus? 6) Welche Ähnlichkeiten und welche Gegenſätze ergeben ſich aus der Vergleichung von Schillers„Taucher“ und„Handſchuh“? 7) Die Erpoſition des Schauſpiels„Prinz Friedrich von Homburg“ von H. von Kleiſt. 8) Welche Vor⸗ ſtellung machen wir uns nach Od. VI von Scheria und den Phäaken? 9) Inhaltsangabe des Prologs der„Jungfrau von Orleans“(Klaſſenarbeit). 10. Kaſſandra und die Jungfrau von Orleans. Vergleichung.
Lateiniſch, 6 St. Leiß. Lektüre im Sommer: Liv. XXII; im Winter: Cic. in Cat. L-Iv. Grammatik: Im Sommer: Kaſuslehre; im Winter: Moduslehre(Indikativ, Konjunktiv, Imperativ, Infinitiv, Gerundium und Gerundivum, Supinum). Lehre von den Relativ⸗, Ver⸗ gleichungs⸗, Temporal⸗, Kauſal⸗, Kondicional⸗ und Konzeſſivſätzen. Wöchentlich ein Exercitium oder Ertemporale. Mündliche Übungen nach Süpfle. Verg. Sommer: Wiskemann. Winter: Zobel. Aeneis IV, I, 2 St.
Griechiſch, 5 St. Leiß. Lektüre im Sommer: Xen. Anab. VI. Hell. V mit Auswahl; im Winter: Xen. Hell. VI und VII mit Auswahl. Grammatik: Im Sommer Caſuslehre; im Winter: das Wichtigſte aus der Tempus⸗ und Moduslehre. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale. Mündliche übungen nach Seyffert. Außerdem Hom. Od., 2 St. Im Sommer: II, III. Zobel; im Winter V und VlI, Leiß.
Mathematik, 4 St. Hebel. Arithmetik und Algebra 2 St. Proportionen, Eigenſchaften der natürlichen Zahlen, Zahlſyſteme und Zahlzeichen, Dezimalbrüche, Maße, Gleichungen erſten Grades mit einer und mehreren Unbekannten, arithmetiſche Reihen erſter Ordnung, das Quadrie⸗ ren und ſeine Umkehrung(§. 14—27 nach Schubert).— Planimetrie 2 St. Proportionen, Ähn⸗ lichkeit der Figuren, Feuerbachſcher Kreis und Potenzlinien, Repetition der früheren Sätze, Kon⸗ ſtruktionsaufgaben.


