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Naturkunde, 2 St. Wettſtädt. Im W. Zoologie. Beſchreibung wichtiger Tiere aus den oberen Klaſſen des Tierreichs. Im S. Botanik. Beſchreibung von einzelnen einheimiſchen Pflanzen nach lebenden Exemplaren und Anlegung von Herbarien.
Zeichnen, 2 St. Wettſtädt. Wie Quinta.
Schreiben, 3 St. Wettſtädt. Übungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift.
Turnen, 2 St. ſ. unten S. 10.
Realabteilung.
Die Schüler der Realabteilung erhielten wöchentlich 6 Stunden engliſchen Unterricht ſtatt des griechiſchen; im übrigen nahmen ſie an allen Lehrſtunden der Gymnaſiaſten Teil. Die Verteilung des Lehrſtoffes war folgende:
Quarta: Schmidts Elementar⸗Grammatik§. 1— 17(Seite 1— 115). Wöchentlich ein bis zwei Exercitien. Lectüre aus dem angehängten Leſebuch. 4 St. Außerdem 2 St. combinirt mit III. u. II.
Tertia u. Secunda: Lectüre im W.: The Vicar of Wakeffeld von Goldſmitt, im S.: The Rivals von Sheridan. Grammatik nach Immanuel Schmidt,§. 81— 233. Über⸗ ſetzen aus dem Franzöſiſchen ins Engliſche. Memorieren von proſaiſchen und poetiſchen Stücken und daran geknüpfte Converſation. Wöchenthich 1 Exercitium oder Extemporale.—
Schulamtspräparanden.
Die wegen Mangel einer beſonderen Präparandenanſtalt für das Fürſtentum ſeit dem Jahre 1854 am hieſigen Gymnaſium geſtattete Vorbildung von Schulamtspräparanden wurde wie bisher fortgeſetzt, findet aber mit Ende dieſes Jahres ihren Abſchluß.(S. Verf.) Die Prä⸗ paranden, an Zahl 15, erhielten, ſoweit ſie der Quarta, Tertia und Secunda angehören, den Unterricht der Realſchüler, außerdem aber in geſonderten Stunden:
Religion, 2 St. Seehauſen. Bibelkunde des A. u. N. T.; Kirchengeſchichte, Glaubens⸗ und Pflichtenlehre. Kirchenlieder wurden gelernt u. Pſalmen.
Muſik, 7 St. Wettſtädt. a. Harmonielehre. Kenntnis vom Tonwert und Zeitwert des Tones, von den 12 Dur⸗ und Molltonarten, von den Zeichen, durch welche der Ton nach ſeiner Höhe oder Tiefe andauernd oder nur momentan verändert wird.— b. Klavierſpiel. Spielen der Dur⸗ und Molltonarten mit beiden Händen auf⸗ und abwärts; Anſtreben der Fer⸗ tigkeit jede Choralmelodie ohne Vorbereitung vom Blatte abzuſpielen und eine leichte Sonate oder Fuge nach einiger Übung im richtigen Tempo vorzutragen.— c. Orgelſpiel. Abſpielen eines leichten Chorales.— d. Violinſpiel. Geläufiges Spielen der Dur⸗ und Molltonarten. Bekanntſchaft mit den Geſetzen der Bogenführung und der Applikatur in den wichtigſten Poſitionen.


