Tertia. Ordinarius: Eſau.
Religion, 2 St. Waldſchmidt. Im Winter: Die 5 Hauptſtücke des kleinen Katechismus Luth. Im Sommer: Kirchengeſchichte. Daneben Memorieren von Kirchenliedern.
Deutſch, 2 St. Diemer. Lectüre und Erklärung proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Hopf und Paulſiek. Belehrungen über Metrum, Satzbau, Interpunction. Memorieren von Gedichten. Alle 3 Wochen ein Aufſatz, meiſt nach vorher beſprochenen Dispoſitionen. The⸗ mata: 1. a. Jeder iſt ſich ſelbſt der nächſte. b. Polykrates nach Schiller. 2. a. Warum ſtehen die Nomadenvölker höher als Jäger und Fiſchervölker? b. Cimon nach Cornel. 3. Cäſars Krieg gegen die Belgier. 4. a. Labor et voluptas, dissimillima a natura, societate quadam inter se naturali sunt iuncta. b. Phasthon n. Ovid. 5. a. Noth bricht Eiſen. b. Cäſars Krieg gegen die Nervier. 6. Blei und Zinn, verglichen nach ihren Eigenſchaften und ihrer Verwendung. 7. Der Character der Frau Tamm. 8. Erläuterungen zu Schillers Bürgſchaft. 9. Charakter⸗ züge aus dem Leben Maximilian I.(nach geleſenen Gedichten). 10. Die Heiligkeit des Für⸗ ſtenwortes(nach geleſenen Gedichten). 11. Kadmus n. Ovid. 12. a. Der Winter, ein Bild des Greiſenalters. b. Cäſars Zug nach Britannien. 3
Lateiniſch, 8 St. Eſau. Lectüre Caes. de bell. gall. II. III. IV. Einzelne Kapitel wur⸗ den memoriert. Inhaltsüberſichten und Phraſenſammlung.— Grammatik nach Spieß, Uebungs⸗ buch und Berger, lat. Grammatik. Tempus⸗ und Moduslehre, daneben Repetition der Caſus⸗ lehre; wöchentlich ein Scriptum dom. aus Süpfle, Latein. Stilübungen 1. Theil und zweiwöchent⸗ lich ein Extemporale. Exempla grammaticae lat.— Loci memoriales.— Ovid, 2 St. Anger⸗ mann. Im Winter: Phaëthon. Im Sommer: Cadmus, Pentheus, Orpheus.— Memorieren geeigneter Stellen.
Griechiſch, 6 St. Angermann. Im Winter: Erlernung der regelmäßigen und unregel⸗ mäßigen Verba auf 1â ſowie der geſammten unregelmäßigen Verba auf c nach Berger. Xenoph., Anabasis V.— Im Sommer: Die Elemente der Syntax nach Berger und Repetition der geſammten Formenlehre.— Xenoph. Anab. VI.— Wöchentlich ein Exercitium, alle 14 Tage ein Extemporale.
Franzöſiſch, 2 St. König. Grammatik nach Plötz II, im Winter Lection 1—12; im Sommer Lection 13— 23. Alle 14 Tage ein Exercitium. Extemporalien. Lectüre aus Lüdekings Leſebuch, im Winter: Erzählungen aus dem Nibelungen liede Seite 49—57; wie die beiden Schöffen den verlorenen Eſel ſuchen S. 61—63, die Träume, S. 63—65; Parabeln S. 65— 68; im Sommer: Geſchichte des kleinen Buckligen von Gallaud, S. 42— 49; Brief von Courier S. 78—91.
Geſchichte u. Geographie. 3 St. Eſau. Geſchichte des Mittelalters nach Eckertz, Hülfsbuch zur deutſchen Geſchichte.— Im Winterſemeſter phyſiſche und politiſche Geographie von Europa; im Sommerſemeſter phyſiſche und politiſche Geographie von Deutſchland; da⸗ neben Repetition der phyſiſchen Geographie der andern Erdtheile, im Anſchluß an Daniel, Leit⸗
faden für den Unterricht in der Geographie und Lichtenſtein und Lange, Schulatlas. Karten⸗ zeichnen.—


