Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. ϑ ₰
Studien zu Aristophanes und den alten Erklärern desselben. Von A. Roemer. I. Teil: Das Verhältnis der Scholien des Cod. Rav. und Venet. Nebst Beiträgen zur Erklärung der Komödien des Aristophanes auf Grund unserer antiken Quellen. gr. 8. geh. ℳ 8.—
Die vorliegende Untersuchung hat sich die Aufgabe gesetzt, für die Herausgabe der für die Exegese der Aristophaneischen Stücke so notwendigen, ja unentbehrlichen Scholien eine neue Grundlage zu schaffen. Sie weist nach, dafs der so ziemlich all- gemein als letzte und höchste Autorität anerkannte codex Ravennas den Ehrenplat⸗ nicht verdient, während an seine Stelle der bisher immer in zweiter Linie marschierende codex Venetus zu treten hat.
Das Frühlingsfest der Insel Malta. Ein Beitrag zur Geschichte der antiken Religion von Richard Wünsch. I[IV u. 70 S.] gr. 8. geh. ℳ. 2.—
Der Bericht eines arabischen Kriegsgefangenen des XVI. Jahrhunderts giebt uns Kunde von einer merkwürdigen Feier der Malteser, bei der ein Bild Johannis des Täufers unter blübhenden Bohnen gefunden wurde. Es wird in diesem Büchlein der Versuch gemacht, die Entstehungszeit des Festes zu ermitteln und sein Fortleben bis in die Gegenwart zu verfolgen. Dabei wird die Ablésung des Adoniskultes durch die Ver- ehrung Johannis des Täufers besprochen und ein neuer Gesichtspunkt für die Erklärung der altgriechischen Volksanschauungen von der Bohne aufgestellt.
Satura. Ausgewählte Satiren des Horaz, Persius und Juvenal in freier metrischer Ubertragung von H. Blümner. 8. Geschmackvoll kart. ℳ 5.—, geb. ℳ. 5.80.
Der UÜbersetzer sucht dem heutigen Leser die drei römischen Satiriker in ganz freier Übertragung verständlich zu machen und will somit jedem Gebildeten Gelegenheit geben, von den interessanten Quellen der kulturhistorisch so bedeutungsvollen Kaiser- zeit Kenntnis zu nehmen.
Führer durch die öffentlichen Sammlungen klassischer Altertümer in Rom. Von w. Helbig. 2. Aufl. 2 Bände in Leinwand gebunden ℳ 15.— „Die zweite Auflage von Helbigs wohlbekanntem Führer bedarf kaum einer lobenden Einführung. Es ist ein unentbehrliches Buch nicht plofs für den Romfahrer, sondern für jeden Freund der antiken Kunst. Mit unermüdlichem Fleifse hat der Verf. überall gebessert und nachgetragen, er hat auch den Umfang der besprochenen Denk- mäler ganz wesentlich erweitert.“(Literar. Centralblatt.)
Trajans dakischie Kriege nach dem Säulenrelief erzählt von E. Petersen. I. Der erste Krieg. gr. 8. kart. ℳ 1.80. Das Schriftchen ergänzt von archäologischer Seite und aus langjährigem Ver- trautsein mit dem Denkmale die Veröffentlichung von Cichorius und stellt zugleich einen zuverlässigen knappen Führer zu der Säule dar.
Ciceros Villen von O. E. Schmidt. Mit 2 Tafeln und Abbildungen im Pext. gr. 8. geh. ℳ. 2.—
Diese Darstellung der Stätten von Ciceros Leben und Wirken betrachtet beides in seiner Wechselwirkung und diese in ihrer Bedeutung für die Kultur- und Geistes- geschichte der Zeit, und dürfte darum für den Philologen wie den Archäologen gleich anziehend sein.
Otto Ribbeck: Reden und Vorträge. gr. 8. geh. ℳ 6.—; in Original-Halbfranz geb. ℳ. 8.—
In diesem Bande ist eine Reihe von Reden und an ein gröfseres Publikum sich wendenden Vorträgen Otto Ribbecks vereint, die, obwohl in der einen oder andern Form sämtlich bereits veröffentlicht, doch buchhändlerisch nicht mehr erreichbar sind und darum seinen Freunden und Verehrern wie allen denen des klassischen Altertums überhaupt in dieser Sammlung willkommen sein werden. Sie umfafst sechs in Kiel während der Jahre 1864—72 gehaltene akademische Reden, die ihren Stoff aus dem klassischen Altertum entnahmen, aber durchweg zu den politischen Ereignissen der Zeit in deutlicher Beziehung standen, sowie die Reden und Vorträge, deren Inhalt die klassische Litteratur der Griechen und Römer betrifft, und einige der eindrucksvollsten Gedächtnisreden Ribbecks; anhangsweise ist die satirische Besprechung von Strom- bergs Catull-Übersetzung wieder abgedruckt, als eine kleine Probe des sarkastischen Tones, den R. gegebenenfalls mit so viel Witz anzuschlagen verstand.
Charnkteristik der lateinischen Sprache. Von Prof. Dr. O. Weise. Zwoeite Auflage. gr. 8. geh. ℳ 2.40.
Das bereits in zweiter, mehrfach vermehrter Auflage vorliegende Schriftchen will der Schablone des rein gedächtnismäfsigen Einübens im Sprachunterricht möglichst ent- raten helfen, um dafür zu einer mehr vertiefenden, mehr zum Nachdenken zwingenden Lehrmethode anzuregen.
Cicero im Wandel der Jahrhunderte. Ein Vortrag von Phaddaeus Zielinski, Professor an der Universität St. Petersburg. 8. Geschmackvoll kart. ℳ 2.40. Der Autor sucht in dieser Schrift ein klares und zutreffendes Bild von Ciceros Einflufs auf die geistige Kultur der Folgezeit zu geben und kommt zu dem Resultat, dals sich das Verständnis Ciceros mit jeder höheren Kulturstufe erweitert und vertieft.


