Geſchichte der Anſtalt.
Mi dem Anfange des Schuljahres 18%, wurde von Sr. Hoheit dem Herzoge die Direction des Schullehrerſeminars dem Profeſſor Bellinger vom Gymnaſtum zu Hadamar proviſoriſch übertragen. Da derſelbe jedoch als Mitglied der Naſſauiſchen Abgeordnetenkammer den größten Theil des Sommers in Wiesbaden zuzubringen genöthigt war, ſo mußte er ſeine Thätigkeit im Laufe des Sommer⸗ ſemeſters auf die äußere Leitung der Anſtalt beſchränken, und erſt im Winterſemeſter war es ihm möglich, ganz in ſein neues Amt einzutreten und den ihm zukommen⸗ den Unterricht ohne Unterbrechung zu ertheilen.
Die Klaſſe der Seminarzöglinge, welche am 22. März 1849 entlaſſen wurde, betrug 57, nämlich 31 evangeliſche und 26 katholiſche, von welchen 26 bis jetzt noch nicht im öffentlichen Schuldienſte verwendet worden ſind.
Mit dem Schuljahre 18 ⁄0, deſſen Eröffnung am 16. April Statt hatte, traten 53 Zöglinge in die III. Seminarklaſſe, darunter 35 evangeliſche und 18 katholiſche; damit betrug die Geſammtzahl der Seminarzöglinge 165. Hiervon ſtarben im Laufe des Schuljahres zwei ſehr hoffnungsvolle Jünglinge, Georg Fuhr aus Langenſchwalbach, Zögling der I. Klaſſe, und Georg Hild aus Soden, Zoͤg⸗ ling der III. Klaſſe. Neu aufgenommen wurden im Laufe des Sommerſemeſters: Heinrich Schäfer von Dillenburg in die II. Klaſſe; Joſeph Friedrich von Weidenhahn, A. Wallmerod, Philipp Schmidt aus Idſtein, Heinrich Hofmann von Ofdilln, A. Dillenburg, Friedrich Jung aus Wiesbaden in die III. Klaſſe.
Einige Schüler traten aus der l. Klaſſe freiwillig in die Il. zurück. Hiernach 1*


