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. Von 32 Pruͤflingen wurden 24 fuͤr faͤhig erkannt, nach erreichtem geſetzli⸗ chen Alter au der eigentlichen Concurspruͤfung wieder Antheil zu nehmen.
Damit aber die jungen Leute, welche ſich dem Schullehrerſtande widmen wollen, vom 14. bis 16. Lebensjahre nicht ganz ohne geregelte Beſchaͤftigung und fortgeſetzte Uebung in den noͤthigſten Vorkenntniſſen, auch nicht ohne dis⸗ ciplinariſche Aufſicht ſind: ſo wurde durch Verordnung vom 20. Juli 1829 be⸗ ſtimmt, daß jeder Aſpirant des Schullehrerſtandes bis zu ſeiner Aufnahme in das Seminarium die Elementarſchule fort beſuchen ſolle. Nro. 10. des Herzog⸗ lich Naſſauiſchen Verordnungsblattes 1829 gibt daruͤber naͤhere Kunde.
Der Unterricht unſerer Zoͤglinge im Seminario, im landwirthſchaftlichen Inſtitute, ſowie ihre praktiſchen Uebungen in der Stadtſchule, hatten im lau⸗ fenden Schuljahre, mit Ausnahme kurzer, durch Unpaͤßlichkeit verurſachter Un⸗ terbrechungen, ihren ungehinderten Fortgang.
Mehrere Zoͤglinge des landwirthſchaftlichen Inſtituts beſuchten den ſprach⸗ lichen, mathematiſchen, geographiſchen, geſchichtlichen, Schreib⸗ und Zeichen⸗ Unterricht im Seminario..
An einem großen Theile unſerer jungen Leute nahmen wir ein williges, ernſtes und beharrliches Streben nach Kenntniſſen ſowohl, als nach ſittlicher Veredlung wahr. Moͤge ihr ſchoͤnes und ruͤhmliches Beiſpiel belebend und er⸗ hebend auf die Uebrigen wirken, und jeder Tag bei uns immer mehr ein Zeuge des edelſten und freudigſten Wettſtreites in munterem Fleiße, in reiner Sittlich⸗ keit und chriſtlicher Froͤmmigkeit werden.
Das Seminarium erhielt im Sommer gedruckte Geſetze. Wohl dem, der ſte nicht noͤthig hat; dem das Geſetz mit unvergaͤnglicher Schrift im Herzen ge⸗ ſchrieben ſteht!— Wohl aber auch denen, die noch nicht muͤndig ſind, wenn ſie das aͤußere Geſetz erkennen und ehren, ſich dasſelbe aus Ueberzeugung zum innern Geſetze machen, und den freien, vernuͤnftigen Gehorſam uͤben, zu wel⸗ chem ſie dereinſt ihre Schuͤler heranziehen ſollen.
Im Lehrerperſonale des Seminariums trat im Herbſt 1829 durch Ver⸗ ſetzung des evangeliſchen Herrn Pfarrers Quentel nach Bechtheim als Pfarrer und Schulinſpector daſelbſt, eine Veraͤnderung ein. Ihm folgte als Lehrer des confeſſionellen Unterrichts bei den evangeliſchen Zoͤglingen Herr Pfarrer Eberz,


