c) O-R. Ortsgruppe des Vereins für das Deufschtum im Ausland. Pierr Pſarrer Rehner aus Hamlesch-Amnas(Siebenbürgen) hiell einen fesselnden Vorfrag über das Deutschtum in Siebenbürgen. Zum Dank veranstallete die Ortsgruppe eine Büchersammſung, an der sich Lehrer und Schüler der Anstalt beteiligten, Eine statflidie Kiste konnte an Hierrn Pſarrer Rehner abgehen. Moôge ihr lnhalt der Ausdrud engen Verbundenseins von Hieimat und Auslandsdeutschtum Sein.
. d) Die Schneeschuh-Abfeilung modie auch in diesem so besonders schneereichen Winter ihre Fahrten in die hohe Rhön, meistens 1 ½-tàgig. Die geplante Weihnadhtsfahrt in den südlichen Schwarzwald scheiterte leider an dem einsetzenden Tauwefter, doch konnten wir dann noch am Schluß der Weihnadusſerien 4 lage in der Rhön eifrig üben, sodaß bei einzelnen Mighedern die Fahrkuns! schon eine recht hohe Stufe erreicht hai. Ein Hindernis für zahlreichere Beteiligung bilden immer die redö hohen Fahrt- und Uebernadungskosten. Die Zahl der Mitglieder betrug in diesem Jahre 12.
e) Schulgruppe des deutschen Sprachvereins. Die Gruppe bestand aus 73 Mit- gliedern. Der Beitrag betragt jährlich für Schüler 1 Mk., wofür die monatlich erscheinende „Muftersprache“ geliefert wird. Die Fieſte des Sprachvereins wollen zu einer fremdwortreinen Sprache und zu einem edlen, gepflegqten Siile erziehen. Schülern der milſleren und höheren Klassen wird der Beitritt warm empſohſen.
3. 4) Der Spielnachmiftag wurde vorschriftsmäßig erteilt, bei schledhõem Wefter trat dafür Gerälelurnen ein.
Der Spielnachmittag ist aufgabenfrei. Damit ist nicht gesagt, daß die Schüler, vor allem in den oberen Klassen am folgenden Iage nichts zu leisten brauchen. Besonders in den nur mit wenigen Slunden bedadhten f'chern ist es unmôglich, daß der Lehrer qanz auf hausliche Vorbereitung der Schüler verzichtef. Die Aufgqaben für solche Stunden können meistens sehr wohl an einem zwischen der ersten und zweiten Wochenstunde dieses Faches liegendem Tage erledigt werden. Die Schule muß von den Schülern der oberen und miftleren Klassen verlangen, daß sie nicht mehr wie in Sexle, Quinta und Quarta von einem Tage zum andern arbeifen, sondern sich ihre Arbeit auf die qanze Woche vernünſtig verteilen.
b) Wanderungen. Die Oberprima unternahm vom 18. bis 28. Juni eine Wanderung unter Führung von Siudienrat Dreger nach dem Fiohentwiel, Bodensee, Lindau, Rappenloch, Bludenz, Brand, Lünersee, Lindauerhüfte, Fernpaß, Füssen, München(Deufsches Museum). Das Hochgebirge in seinem geologischen Auſbau, seine Tier- und Pflanzenwelt und die Eigenart seiner Bewohner waren Gesichtspunkte, unter denen diese Wanderfahrt stand. Wo es anging, wurden hervorragende Werke der ledinik besichfigt. Von seiten der Stadt standen 350.— Mk. zur Verfügung, der Verein ehemaliger Real- und Oberrealschüler half durch eine Schenkung von 40.— Mlk.
Die Untersekundaner umernahmen am 13. und 14. Auqust unter Führung von Studienrat Mittermaier eine Fahrt nach dem Rhein. Die Sirede von Bingen bis Koblenz und zurüdk wurde feilweise mit der Bahn und dem Dampſer zurüdgelegt, feilweise wurde im Ial und auf dem links- rheinischen Höhenweg gHewandert. Die leilnehmer gewannen einen Eindrud von der einzigartigen Schönheit dieses Sfriches und dem mädhtigen Verkehr, der durch das herrliche Tal zieht.
4. Der Gesundheitszustand der Schule war im allgemeinen qut. Der Stadt- und Schularzt Herr Dr. Lade hielt zweimal im Monat, Dienstags von 11— 12 im Schulgebäude Sprech- stunden ab. 10 Schüler wurden vom Stadtarzt zur Erholung in Seebäder auf Sfadtkosten gesandt.
Sämtliche Schüler der Anstalt sind von der Stadt Hanau versichert gegen Unſälle in der Schule, duf Schulwanderungen, Schulreisen, auf dem Schulwege. In 9 Fallen wurde in diesem Jahre die Versicherung in Anspruch genommen und insgesamt 420.— Mk. Entschädigung gezahlt.
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