f) Künstlerischer und fedhnischer Unterridt.
1. Musikunterricht.
8 Musikstunden standen wöõchentlich zur Verfügung. Es wurden einstudiert in den Chorstunden(IV bis Ol): Chorôéle in aller Safzweise, Volkslteder, die Cantate:„Aus fiefer Not von J. S. Bach, die Chorſfantasie op. 80 von L. v. Beethoven, ein Chorsatz aus der Oper:„Rosamunde- von Schubert, der Chorwalzer:„An der schönen blauen Donau- von Joh. Sfrauß. Der Knabenchor erarbeitete den Kantus firmus des Requiems von HugHo Kaun. Der Unterricht in Sexte und Quinta erledigte die erſorderliche theoretische und gesangliche Ausbildung; es wurden Lieder und Choräële gesungen
In der Musikgeschichte wurden behandelt: Entwickelung der Musik bis zur Renaissance und Eniwickelung der Oper bis Mozart einschließlich; ferner ein Werk von Richard Wagner.(Der fliegende Fiolländer).
Das Sfreichordiester umſaßt jetzt alle erforderlichen Instrumente(Violinen, Viola, Cello, Kontrabaß): bei Aufführungen, die das klassisch beseftzte Orchester erſordern, stehen jetzt außerdem noch zur Verfügung: 2 kleine und 2 große Floten, 1 Oboe, 3 Klarinelten, 4 Trompeten, 4 Flügelhörner, 3 Tenorhörner, 3 Wald- hörner, 1 Bariton, 2 Basse in F, 3 Zugposaunen, ein B-Baß, Kesselpauken, große und kleine Trommel, Bedaen, Orgel und Flügel.
Erarbeitef wurden vom Streichorchester: Orgelkonzert in B-dur von Handel. (Solisten: E. Fischer U’I, R. Lieber O II, Dirigent: G. Heyner O l); Schubert. zymphonie V'in B-dur; Pantasie für Klavier-Solo, Orchester und Chor op. 80 von Beethoven, Walzer„An der schônen blauen Donau“ op. 315 von joh. Sfrauß für Chor und Orchester; ſerner noch kleinere Werke(Marsche, Walzer usw.)
Das Marschordiester wurde erweitert, bezw. vervollständigt und besteht letzt aus: 8 Trompeten, 3 Ienorhörnern, 3 Waldhörnern, 3 Posaunen, 2 Bässen in EF, 1 Baß in B, großer Irommel, kleiner ITrommel, Bedken, 3 Piccolos, 3 Klarineffen. Einstuxher wurden Militärmärsche schwierigeren Grades, darunter ein österreichischer
arsch.
Das Pfeifer- und Trommlerchor wurde erneuert und umſaßt jetzt s Trommler und 16 Pfeifer.
In einer Arbeitsgemeinschaft(wôchentlich 2 Stunden) wurde der Nochwuchs für die abgehenden Orchestermifglieder(Oberprimaner) in der Handhabung und Beherrschung der Blasinstrumente unterwiesen; dieser Unterricht ist bei 12 Schülern soweif fortgeschritten, daß sie im kommenden Jahre dem Marschorchester eingegliedert werden können.
Ueber öffentliches Auftreten siehe unter Musikverein. 2. Zeichenunterricht. Der Zeichenunterricht wurde lehrplanmäßig gegeben.
3. Turn- und Spielunterricht. Der Unterricht wurde lehrplanmäßig erteilt. Die Oberprimaner wurden am 20. September 1928 in den volkstümlichen Uebungen und am 14. Februar 1929 im Gerâtfeturnen geprüſt. Die Schule beteiligte sich an folgenden Weflkkämpfen und errang die unten angegebenen Siege:
1. Schlagballweffspiele( Schulen) A-Mannschaft 2. Sieg, B-Mannschaft I. Sieg.
An den Schlagballweftspielen für höhere Schulen(Preußenspiele) befteiligte sich
die Schule mit je einer Mannschaft in der A- und B-Klasse. Leiztere siegte gegen
die beste Schule Frankfurfs, unterlag aber gegen die Landwirtschaſtsschule Weilburg.
Die A-Mannschaft erhielt die Bezirksmeisterschaft für den Südbezirk und die Provinz- meisferschaft(Hessen-Nassau).


