Jahrgang 
1927
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3) Der Turn- und Spielunterricht. Der Unterricht wurde lehrplanmäßig erteilt. Die Ober- primaner wurden am 18. Oktfober 1926 in den volkstümlichen Uebungen, am 23. Februar 1927 im Gerâfeturnen geprüft Die Schule beteiligte sich an folgenden Weflkkämpfen und errang die unten ange- gebenen Siege: 1. Schlagballweffspiele(6 Schulen): A-Mannschaft 2. Sieg, B-Mannschaft 3. Sieg. 2 Reichsjugendweftkämpfe.

A) Turnen: I. Altersklasse B Dreikampf 63 Siege . A. 45 1. A Vierkampf 7 . A Siebenkampf 11 1 A Adikampf 2 2. Dreikampf 22 2. r Vierkampf 1. 2. 7 Siebenkampgf 2 2.. Adukampf 1. 3 7 Dreikampf 9 3. Vierkampf 5* 3. Siebenkoampf 3 3 Achtkampf 1

8) Staffellauf, 8 Mann, je 100 Meler, 2. Sieg in der Unterstufe, je den 1. Sieg in der Miftel- und Oberstufe, je l. Sieg bei den Jahresstaffeln der 10, 11 und 12 jährigen, 3. Sieg bei den 13 jährigen. O Schwimmen, Schülerstafeffe, je den 1. Sieg in der Miftel- und Oberstufe. 4) Schwimmunterricht. Von 455 Schülern sind 255 Schwimmer. Der Schwimmunterricht ist als Pflichffach eingeführt. In diesem Jahre sind 54 Schüler in zwei Abteilungen an je zwei Nachmifttagen von einem von der Stadt besonders hierzu gestellten Schwimmlehrer (errn Möller) unterriditet worden. Davon haben sich 27 Schüler frei geschwommen.

Bericht über die Lehrer.

a) Veränderungen im Lehrkörper. Fierr Sfudienessessor J. Sundheimer wurde Ostern 1926 an die Ziehen-Oberrealschule in Frankfurt a. M. überwiesen. Am 10. Juli starb Herr Sfudienrat Dr. Tischner; seine Stelle wurde bis zum I. Okfober von Herrn Siudienrat Dr. Meister und bis Ostern 1927 von Fierrn Studienassessor Dc. Schreuers verwaltet. Am 23. Januar 1927 starb Herr Studienrat Dr. Arendt; für ihn trat als Ersatz ein Fierr Studienassessor Dr. Kolb bis Ostern 1927.

Zu Sludienräten wurden ernannt die Assessoren Dr. Ernst Auqust Müller, Wilhelm iellmuth,

Ernst Hartmann.

Ernst August Müller, geb. am 13. Mai 1891 in Wächtersbach, evang. Olaubensbekenntnisses, besuchte zuerst die Oberrealschule in Schmalkalden, später in Hanau, studierte von 1910 bis 1914 in Gießen, Berlin, Bonn und Marburg, wo er 1914 mit einer philosophischen Arbeit promovierte. Er nahm von August 1914 bis Dezember 1918 am Kriege teil. April 1919 bestand er die Staatsprüfung und erwarb die Lehrbefähigungen für Philosophie, Deutsch, Englisch und Französisch. Er trat dann als Studienreferendar in die Oberrealschule ein, bestand die pädagogische Prüfung Ostern 1020 und ist seitdem ununterbrochen als Assessor an der Anstalt tätig gewesen. Ab Ostern 1926 ist er zum Studienrat ernannt worden.

Wilhelm Hellmuth, geb. am 23. Juli 1891 in Kassel, evang. Glaubensbekenntnisses; besuchte das staatliche Friedrichsgymnasium in Kassel und bestand hier Ostern 1911 die Reifeprüfung. Er studierte Mathematik und Naturwissenschaften in Marburg a. d. Lahn und in Leipzig. Vom 3. 8. 1914 bis 4. 11. 1919 stand er im Heeresdienst. Die Staatsprüfung bestand er in Marburg am 4. 12. 1020. Er besitzt die Lehrbefähigungen für Math., Physik, Turnen und Chemie. Seine praktische Ausbildung erhielt er an der Oberrealschule I. in Kassel und bestand dort die pädagogische Prüfung am 18. 6. 1921. Als Studienassessor war er an der Realschule in Bad Pyrmont, dem Gymnasium in Rinteln und der Oberrealschule in Hanau beschäftigt. An der zuletzt genannten Anstalt ist er mit Wirkung vom 1. 1. 1926 als Studienrat angestellt.

Ernst Hartmann, geb. am 16. 5. 1894, in Dieuze(Reichslande), evang. Glaubensbekenntnisses, besuchte das Gymnasium in Colmar i. Els. und bestand hier Juni 1013 die Reifeprüfung. Er studierte an den Universitäten Straßburg i. Els. und Marburg a. d. Lahn: Mathematik, Naturwissenschaften, Philosophie und Musik. Vom 3. 8. 1914 bis 18. 11. 18 stand er im Heeresdienst. Am 7. 2. 1923 promovierte er in Musikwissenschaften und am 4. 5. 1923 bestand er die Staatsprüfung; am 26. 2. 1026 legte er eine Erweiterungsprüfung in Musikwissenschaften ab. Er besitzt die Lehrbefähigungen in reiner und angewandter Mathematik, Philosophie, Propädeutik und Musikwissenschaften für die I. Stufe. Seine praktische Ausbildung erhielt er an dem Gymnasium Philippinum in Marburg a. d. Lahn und bestand dort auch die pädagogische Prüfung. Seit 1. 5. 1924 verwaltet er eine Studienratsstelle an der Oberrealschule in Hanau und ist an der hiesigen Anstalt seit 1. 8. 1026 als Studienrat angestellt

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