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b) Zu Ostern: 1. Ein Dreieck zu konstruieren, von welchem die Schwerpunkts- transversale ta, die Seite b und der Winkel e gegeben sind.
2. In einem Dreieck ist die Höhe he— 84 cm, der △ 7= 450 40 und es ver- hält sich a: b= 21: 17. Die nicht gegebenen Winkel und die Seiten des Dreiecks zu- berechnen.
3. Ein Gefäß hat die Form eines abgestumpften Kegels. Der Inhalt des unteren Grundkreises(des Bodens) ist gleich 0,15 qm, der des oberen gleich 0,1 qm und die Höhe beträgt 1,2 m. Wie groß ist der Bodendruck und um wie viel ist dieser größer als das Gewicht des Wassers?
4. In einer arithmetischen Reihe von 20 Gliedern ist das Produkt der beiden mittleren Glieder 725, die Summe des dritten und zwölften gleich 30. Wie heißt die Reihe?
Von dem evangelischen Religionsunterricht war kein Schüler befreit.
Technischer Unterricht.
Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer insgesamt 221, im Winter 210 Schüler. Davon waren auf Grund ärztlichen Zeugnisses vom Turnunterricht gänzlich befreit im S. 11(= 5%), im W. 9(= 4,3%). Es bestanden 5 Turnabteilungen. Zur I. gehörten im S. 28, im W. 26, zur II. im S. 38, im W. 35, zur III. im S. 51, im W. 49, zur IV. im S. 63, im W. 60, zur V. im S. 30, im W. 31. Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 15 Stunden angesetzt. Professor Thieme unterrichtete die Abteilungen II. und V, Oberlehrer Humpf die Abteilungen I, III, IV.
Der Unterricht wurde in der Turnhalle der hiesigen Turngemeinde erteilt. Wenn es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. In diesem Jahre stand uns zum zweiten Male ein ausreichender Spielplatz zur Verfügung; er liegt jenseits des Bahn- dammes am Waldesel. So konnten die gesundheitlich so wichtigen Turnspiele ausgiebig gepflegt werden, besonders das Schlagballspiel. Um das Interesse am Spiel zu erhöhen, wurden Wettkämpfe gegen die entsprechenden Klassen der hiesigen Oberrealschule veranstaltet. 5 Schlagballwettspiele fanden statt.
Auch in volkstümlichen UÜbungen maßen sich unsere Schüler mit denen der Oberrealschule. Es fanden Wettkämpfe statt im Laufen über 100 m, Frei-Hochspringen und Schleuderballweitwerfen. 21 Schüler des Gymnasiums beteiligten sich daran; in der Oberstufe errang einer von ihnen den 1. Preis. Die 16 Sieger wurden durch Ehren- tafeln ausgezeichnet.
In den nicht dem Spiel gewidmeten Stunden wurden Frei- und Ordnungsübungen, sowie Ubungen mit Holzstäben, Eisenstäben, Hanteln, Keulen und an den Geräten vor- genommen.
Gesang. 5 St. I. und II. Abt.(gemischter Chor): Einübung einer größeren An- zahl von Chorgesängen, jede Abt. 1 Stunde allein, sowie der gesamte Chor 1 Stunde. (Henkel.) III. und IV. Abt., Quinta und Sexta, je 2 St. UÜbungen im Bilden und Treffen von Tönen. Erklärung der wichtigsten Musikzeichen. Notenlesen. Singen von Ton- leitern und anderen Tonverbindungen, Kirchen-, Volks- und Vaterlandsliedern.(Röder S., Milow W.)


