Jahrgang 
1902
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9 Unter-Sekunda.

Ordinarius: Oberlehrer Professor Schaub.

Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Erklärung des Evangeliums Lucae. Wiederholung aus früheren Lehrpensen.(Kühnemuth). b) katholische: Die Lehre vom Glauben nach dem Diözesankatechismus. Bibl. Geschichten des alten Testamentes bis zur Trennung des Reiches nach dem Handbuch von Schuster(bis Ende Januar Göbel, von da ab Pfeifer).

Deutsche Sprache. 3 St. w. Lesen und Erklären von LessingsMinna von Barnhelm, GoethesHermann und Dorothea und SchillersJungfrau von Orleans, Behandlung der Dichtungen der Befreiungskriege. Auswendig gelernt wurdenDas Lied von der Glocke,Die Kraniche des Ibykus und Stellen aus derJungfrau von Orleans; früher gelernte Gedichte wurden wiederholt. Dispositionsübungen und Aufsätze.(Schaub).

Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Der Nutzen und der Schaden des Feuers 2. Die Heimat Hermanns, des Sohnes des Löwenwirts. 3. Die Anteilnahme der Bewohner des Städtchens an dem Schicksale der Vertriebenen. (Klassenarbeit). 4. Die Mutter Hermanns in GoethesHermann und Dorothea. 5. Die Vorgeschichte Tellheims und Minnas von Barnhelm. 6. Die Vorteile einer Fußreise im Gebirge. 7. Die Persönlichkeit des Wachtmeisters Paul Werner. 8. Johanna in der Heimat(Schiller,Jungfrau von Orleans, Klassenarbeit). 9. Schwert und Zunge. 10. Jo- hanna als Prophetin.(Schiller,Jungfrau von Orleans).

Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre: 4 St. w. Im S.: Ovid, Auswahl aus Buch VII und X, Ciceros Reden für Ligarius und Deiotarus. Im W.: Vergils Aeneis VII nach Deuticke, Livius XXI mit Auswahl. Grammatik: 3 St. w. Grammatische Wiederholungen aus der gesamten Syntax und Formemehre nach Waldeck. Mündliches Übersetzen nach dem Übungsbuche von Ostermann-Müller 4. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit. Daneben alle 6 Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche.(Schaub).

Griechische Sprache. 6 St. w. Xen. an. VI, Hell. I. II. Ausgabe von Bünger. Hom. Od. I, IX XI mit Ausw. Ausg. von Henke. 4 St. w. Kasuslehre, Tempus- und Moduslehre; Wiederholung der Formenlehre. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus Seyfferts Ubungs- buch. Alle 14 Tage, im Winter alle 8 Tage eine Übersetzung ins Griechische, meist als Klassen- arbeit; zuweilen statt dessen eine Übersetzung ins Deutsche. 2 St. wW.(Wackermann).

Französische Sprache. 3 St. w. Grammatik Plötz-Kares§ 58 128 nebst Wieder- holung früherer Abschnitte. Extemporalien. Gropp u. Hausknecht: Auswahl französischer Gedichte.

(Müller). Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche Geschichte von Friedrich Wilhelm I. an bis zur Gegenwart, nach Eckertz. Wiederholung der Erdkunde Europas und elementare

mathematische Erdkunde, nach Daniels Leitfaden.(Wackermann).

Mathematik. 4 St. w. Wiederholung aus der Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen, quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten nach Bardey. Wiederholung der Khnlichkeitslehre, Proportionalität gerader Linien beim Kreise, stetige Teilung, regelmäßige Viel- ecke, Kreisumfang und-inhalt. Konstruktionsaufgaben nach Koppe.(Mascher).

Physik. 2 St w. Einführung in die Chemie. Einfache Erscheinungen aus der Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität nach Koppe.(Mascher).

Zeichnen. 2 St. w. mit Ober-Sekunda comb.(S. dort).