Jahrgang 
1899
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d III. Hauptstückes. Einprägung einiger In 2 Stunden kombiniert mit Quarta und gsten Gebete, Kirchenlieder.

Luthers Katechismus, einfache Worterklärung des II. un Sprüche und Lieder.(Reinhard.) b) katholische: mder Quinta. In einer dritten besonderen Stunde Durchnahme der wichti

Erklärung der kirchlichen Festzeiten. Beichtunterricht.(Weber.) Deutsche Sprache und Geschichtserzählungen. 4 St. w. Lesen von Prosastücken

und Gedichten aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek. Nacherzählen des Gelesenen und Aus- wendiglernen von Gedichten. Der einfaché Satz; Flexion. Wöchentlich ein Diktat. Lebensbilder

aus der vaterländischen Geschichte.(Thieme.) Lateiniscle Sprache.. und schriftliches Übersetzen aus Osteimann-Müllers ULurgsbuch für Sexta.

Klassenarbeit, dazu Reinschriften.(Thieme.) Erdkunde. 2 St. w. Giundbegliffe der IIysischen und mathematischen Erdkunde. All-

gemeine Übersicht über die Erdoberfläche. Heimatskunde.(Reinhard.)

Rechnen. 4 St. w. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Mafe, Gewichte und Münzen nebst Ubung in der dezimalen Schreib- weise und den einfachsten dezimalen Rechnungen, Einleitung in die Bruchrechnung nach Schellen,

Aufgaben I.(Schaub.) Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung einiger häufig vorkon menden Blüten- (Reinhard.)

pflanzen. Im W.: Pesclieibung ausgewählter Säugetiere und Vögel. Schreiben. 2 St. w. Takt- und Schönschreibübungen. Die deutschen und lateinischen

Buchstaben in Wörtern und Sätzen.(amburger.)

Wöchentlich eine

Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterrichte waren 8 Schüler, sämtlich Kon-

firmanden, vorübergehend befreit.

Technischer Unterricht.

Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 171, im Winter 163 Schüler. Von diesen waren befreit auf Grund ärztlichen Zeugnisses i. S. 10, i. W. 18 Schüler, also von der Gesamt- zahl der Schüler i. S. 5,8, i. W. 11%. Es bestanden bei 9 getrennt zu unterrichtenden Klassen 4 Turnabteilungen, zur kleinsten von diesen gehörten 29, zur größten 59 Schüler.

Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 12 Stunden angesetzt. Ihn erteilten für die 3 obersten Abteilungen der Oberlehrer Thieme, für die unterste der Oberlehrer Professor Schaub.

Der Unterricht wurde in der von der Anstalt zu diesem Zwecke gemieteten Störgerschen Turnhalle erteilt, die etwa 5 Minuten vom Gymnasium entfernt ist. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung und der Bestand der Geräte erlaubte, auf dem zur Turnhalle gehörigen Turn- platze geturnt. Etwa ein Drittel der zum Turnen bestimmten Zeit wurde(bes. im Sommer) zum Spielen verwandt.

In allen Klassen wurden Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch Übungen mit Holzstäben, Eisenstäben und Hanteln vorgenommen. Auch Ordnungsübungen in rein militärischen Formen fanden statt. Im Gerätturnen wurden in allen 4 Abteilungen an den für höhere Lehranstalten vorgeschriebenen Geräten, soweit sie die Turnhalle enthält, die den einzelnen Klassen entsprechenden l'bungen vorgenommen.

8 St w. Regeinälige Fomenlebre nach Waldeck. Mündliches