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Ausser den bereits oben erwähnten Unterbrechungen des Unterrichts durch Beurlaubung ein- zelner erkrankter Lehrer, für welche Vertretungen seitens der vorgesetzten Behörde gewährt wurden, trat zweimal(vom 27. bis 29. Oktober und vom 20. bis 29. Januar) eine Unterbrechung ein dadurch, dass Professor Schmitz in Synodalangelegenheiten Urlaub nehmen musste. Der Schreiblehrer Gottfried Hamburger war qurch eine ernstliche Erkrankung vom 24. Januar bis zum Schlusse des Schuljahres an Erteilung des Unterrichts behindert. In bereitwilligster Weise half jedoch sein Bruder, Lehrer an der hiesigen Oberrealschule aus, indem er seine Lehrstunden übernahm. Hierfür sage ich Herrn Wilhelm Hamburger auch hier öffentlich besten Dank.
In einzelnen anderen Fällen, in welchen einzelne Lehrer durch Krankheit oder Familien- angelegenheiten für kürzere Zeit verhindert wurden, ihren Unterricht zu erteilen, leisteten die Kollegen bereitwilligst Aushülfe.
Leider blieb die Anstalt in diesem Jahre nicht von einem Todesfalle verschont. Am 17. März verschied nach längerem Leiden, das er mit Geduld und Gottergebenheit trug, ein braver, fleissiger und hoffnungsvoller Schüler, der Obersekundaner Jean Jobst. Die Lehrer und Schüler der Anstalt gaben ihm am 20. März das letzte Geleit. Er ruhe in Frieden!
IV. Statistische Ubersicht. 4. Bestand des Lehrerkollens Ende März 1698.
a) Der Direktor: Dr. Philipp Braun.
b) 10 Oberlelrer: 1. Dr. Otto Wackermann, Professor, Rat 4. Kl., 2. Hermann Schaub, Professor, 3. August Schmitz, Professor, 4. Wilhelm Henkel, Professor, 5. Viktor Wenning, 6. Gustav Wiegand(beurlaubt, vertreten durch w. H.-L. Otto Müller), 7. Dr. Ludwig Müller, 8. Hermann Reinhard, 9. Richard Mascher, 10. Joseph Schlitt.
c) 1 wissenschaftlicher Hülfslehrer: Friedrich Engelhardt.
d) 1 beauftragter Lehrer: Kaplan Emil Weber,(für kath. Religion).
e) 3 technische Lehrer: 1. Akademielehrer Professor Etienne Simon Jassoy für Zeichnen, zu- letzt vertreten durch H. Naas, 2. Karl Kurre(für Zeichnen), 3. Gottfried Hamburger (für Schreiben).
B. Frequenztabelle für das Schuljahr 1897/98 siehe folgende Seite.
C. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler.
Trangel. Nathel. V Diss. Juten. V Finh. V Kuswärt. V Ausländ. 1. Am Anfang des Sommersemesters 134 18— 12 51 16 2. Am Anfang des Wintersemesters 131 18— 12 56 195 16
3. Am 1. Februar 1897 130 18— 12 96 9 15
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