Jahrgang 
1898
Einzelbild herunterladen

13

und Quinta. In einer dritten, besonderen Stunde Durchnahme der wichtigsten Gebete, Lieder und einiger alttestamentlichen biblischen Geschichten.(Weber.)

Deutsche Sprache und Geschichts serzählungen. 4 St. w. Lesen von Prosa- stücken und Gedichten aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek. Nacherzählen des Gelesenen und Auswendiglernen von Gedichten. Der einfache Satz; Flexion. Wöchentlich ein Diktat. Lebens- bilder aus der vaterländischen Geschichte(Dr. Ludwig Müller.)

Lateinische Sprache. 8 St. w. Regelmässige Formenlehre nach Waldeck. Münd- liches und schriftliches Ubersetzen aus Ostermann-Müller's Übungsbuch für Sexta. Wöchentlich eine Klassenarbeit, dazu Reinschriften.(Dr. Ludwig Muller.)

Erdkunde. 2 St. w. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. All- gemeine Ubersicht über die Erdoberfläche. Heimatskunde.(Reinhard.)

Rechnen 4 St. w. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Maasse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen, Einleitung in die Bruchrechnung nach Schellen, Aufgaben I.(Schaub.)

Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung einiger häufig vorkommenden Blüten- pflanzen. Im W.: Beschreibung ausgewählter Säugetiere und Vögel.(Reinhard.)

Schreiben. 2 St. w. Takt- und Schönschreibübungen nach Vorschrift an der Wandtafel. Die deutschen und die lateinischen Buchstaben in Wörtern.(NBamburger.)

Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht waren 10 Schüler, sämtlich Kon- firmanden, vorübergehend befreit.

Technischer Unterricht.

Turnen Die Anstalt besuchten im Sommer 164, im Winter 161 Schüler. Von diesen waren befreit auf Sunnd ärztlichen Zeugnisses i. S. 14, i. W. 19 Schüler, also von der Gesamtzahl der Schüler i. S. 8, i. W. 11,8%. Es bestanden bei 9 getrennt zu unterrichtenden Klassen 4 Turnabteilungen, zur Lleinsten von diesen gehörten 32, zur grössten 42 Schüler.

Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 12 Stunden angesetzt. Ihn erteilten für die oberste Abteilung der wissenschaftliche Hilfslehrer Engelhardt, für die beiden mittleren Abteilungen der wissenschaftliche Hilfslehrer Müller, für die unterste der Oberlehrer Professor Schaub.

Der Unterricht wurde in der von der Anstalt zu diesem Zwecke gemieteten Störgerschen Turnhalle erteilt, die etwa 5 Minuten vom Gymnasium entfernt ist. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung und der Bestand der Geräte erlaubte, auf dem zur Turnhalle gehörigen Turnplatze geturnt. Etwa ein Drittel der zum Turnen bestimmten Zeit wurde(bes. im Sommer) zum Spielen verwandt.

In allen Klassen wurden Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch Übungen mit Holzstäben, Eisenstäben, Hanteln vorgenommen, mit stets steigender Schwierigkeit der UÜbungen. Auch Ordnungsübungen in rein militärischen Formen fanden statt. Im Gerätturnen