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Wilhelm II. in der Aula festlich begangen. Die Festrede hielt Oberlehrer Schmitz über Ernst Moritz Arndt.
Es fanden statt die Klassenprüfung der Prima am 6. Februar, der Obersekunda am 7. Februar, der Untersekunda am 8. Februar, der Obertertia am 13. März.
Die schriftliche Reifeprüfung der 5 Abiturienten wurde vom 11. bis 15. Februar abgehalten; Die mündliche ward am 24. Februar unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Lah- meyer abgehalten. Sämtlichen Abiturienten wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt. Sie wurden am 8. März entlassen.
Die schriftliche Abschlussprüfung, der sich 25 Untersekundaner unterzogen, wurde vom 13. bis 17. Februar abgehalten. Für die mündliche Abschlussprüfung, die in den letzten 14 Tagen des Semesters stattfinden soll, wurde der Direktor mit der Stellvertretung des Königlichen Kommissars betraut.
Der Gesundheitszustand der Schüler war, wie z. T. oben ausgeführt ist, kein günstiger. Auch bei den Lehrern fanden vielfache Verhinderungen— meist durch Krankheit— statt. Längere Störungen wurden dadurch herbeigeführt, dass zu Anfang des Schuljahrs, während noch Oberlehrer Wenning zur Herstellung seiner Gesundheit für mehrere Monate beurlaubt war, auch Oberlehrer Dr. Wackermann in Folge von Krankheit vom 26. April bis zum 7. Mai dem Unterricht fern bleiben musste. Der wiss. Hülfslehrer Schmitt war vom 14. Juni an zu einer achtwöchigen militärischen Dienst- leistung eingezogen. Oberlehrer Wagenknecht kehrte krank aus den Sommerferien zurück und konnte erst am 22. August seinen Unterricht teilweise und erst zu Anfang September wieder völlig aufnehmen. Auch der Lehrer Ruth war nach den Sommerferien und wiederum am Schlusse des Schuljahrs längere Zeit krank, ebenso der wissenschaftliche Hülfslehrer Ewoldt zu Beginn des Winterhalbjahrs.
Andere Lehrer waren an einzelnen Tagen durch Unwohlsein verhindert Unterricht zu er- teilen. Abgesehen von diesen durch Krankheit von Lehrern verursachten Störungen, fehlte es nicht, an anderweitigen Unterbrechungen. Einzelne Lehrer mussten wegen Todesfalles von Angehörigen einige Tage vertreten werden. In allen diesen Fällen leisteten die übrigen Lehrer und besonders auch die zu ihrer Ausbildung der Anstalt zugewiesenen jüngeren Lehrer bereitwilligst Aushülfe, so dass ohne allzu grosse Störungen die Aufgaben der Anstalt gelöst werden konnten.
IV. Statistische Ubersicht.
A. Bestand fes Lehrerkollegs am Schlusse es Jahres.
a) Der Direktor: Dr. Philipp Braun. v) 9 Oberlehrer: 1. Joh. Baptist Ricker, 2. Dr. Otto Wackermann, 3. Hermann Schaub, 4. Adolf Wagenknecht, 5. August Schmitz, 6. Wilhelm Henkel, 7. Viktor Wenning, 8. Gustav Wiegand, 9. Hermann Reinhard. c) 3 wissenschaftliche Hülfslehrer: 1. Konstantin Ewoldt, 2. Ernst Hirschfeld, 3. Dr. Ferdinand Anacker(unbesoldet). 3*


