Jahrgang 
1892
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andern Ziffern gebildeten Zahl. Wie heisst die Zahl? Im Prühjahr: 1. Um einen der Lage nach gegebenen Kreis ist ein Dreieck zu zeichnen, von dem man die Höhe und die Halbierungslinie des Winkels an der Spitze kennt. 2. In eine Kugel, deren Radius 15 cm misst, ist ein Würfel eingeschrieben. Wie gross ist die Kugelmütze, die durch eine Seiten- fläche des Würfels abgeschnitten wird? 3. Eine Kraft soll in 2 andere zerlegt werden, die sich wie 8:5 verhalten und einen Winkel von 83⁰ 17 36 einschliessen. Welche Winkel bilden diese Seitenkräfte mit der Mittelkraft? 4. Es will jemand sein Leben mit 25 000 M. versichern. Wie gross ist die jährlich(prän.) zu zahlende Prämie, wenn die Ver- sicherungsgesellschaft die wahrscheinliche Lebensdauer des Antragstellers auf 28 Jahre anschlägt und 3% berechnet?

Physik. 2 St. w. Mechanik der festen, flüssigen und gasförmigen Körper. Mathe- mathische Geographie.(Wagenknecht).

Ober-Sekunda.

Ordinarius: Oberlehrer Dr. Wackermann.

Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Geschichte des Reiches Gottes im alten Bunde. Leben Jesu nach dem Johannesevangelium(Schmitz). b) katholische S. Prima.

Deutsche Sprache. 2 St. w. Lesen und Erklären von Gedichten und Prosastücken aus Hopf und Paulsieks deutschem Lesebuch II, 2. Einige Gedichte wurden memoriert. Dis- ponierübungen. Im S.: Herders Lied, Göthes Götz von Berlichingen. Im W.: Schillers Maria Stuart(Schmitz).

Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. ν ϑeε⁴ν daοuo εμνο, oMbez²νυισι§ AIenrd. 2. Das Verhältnis Cids zu König Sancho. 3. Gedankengang des GedichtsSchloss Boncourt von Chamisso(Klassenarbeit). 4. Der Schiffbruch(nach dem Gedichte: Salaz y Gomez). 5. Wie wird Weislingen im ersten Akte von Götz wiedergewonnen? 6. Die Bedeutung der Zigeunerscene imGötz von Berlichingen. 7. Wie führt uns der erste Gesang vonHermann und Dorothea in die Dichtung ein?(Klassenarbeit). 8. Wie wird uns deutsche Eigenart in Geibels GedichtDeutsch und Fremd geschildert? 9. Welche Erfahrungen hat Dorothea gemacht, bevor sie Hermann kennen lernte, und welchen Einfluss haben diese auf sie geübt?

Lateinische Sprache. 8 St. w. Vergils Aeneide B. XI u. XII. 2 St. w.(Ricker). Im S.: Cic. de imp. Cn. Pomp. und pro rege Deiot., im W.: Sall. Iug. 4 St. Grammatik n. Ellendt- Seyffert: Wiederholung der Syntax. Scripta nach Süpfle und Extemporalia nach Diktaten; münd- liche Ubungen nach Süpfle; Übungen im Lateinsprechen im Anschluss an die Lektüre. 2 St. (Wackermann).

Griechische Sprache. 7 St. w. Homers Odyssee B. VX. Extemporieren. 2 St. w. (Sechaub). Im S.: Xenoph. mem. I-III m. Ausw., im W.: Herodot VI. VII. m. Ausw. 3 St. Gram- matik nach Seyffert-Bamberg§§ 62 155, Wiederholung früherer Abschnitte. Exercitien(nach Seyffert) u. Extemporalien(meist nach Diktaten) 2 St.(Wackermann).

Französische Sprache. 2 St. w. Le verre d'eaun von Scribe S. und ausgewählte Erzählungen von Daudet W. Grammatik: Plötz' Schulgrammatik VIII und IX Abschnitt mit Aus- wahl. Wiederholung der vorhergehenden Abschnitte. Alle 14 Tage abwechselnd eine Haus- oder eine Klassenarbeit.(Ewoldt).

Hebräischesprache. Das starke und dasschwache Verbum nach Hollenberg.(Schmitz).

Geschichte und Geographie. 3 St. w. Römische Geschichte nach Herbsts Hülfs- buch 1. Teil. Geographische Wiederholungen.(Braun).

Mathematik. 4 St. w. Arithmetik: Die Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Loga- rithmen. Gleichungen 1. Grades mit mehreren Unbekannten und 2. Grades mit einer Unbekannten. Geometrie: Schluss der Planimetrie. Konstruktionen. Elemente der Trigonometrie.(Benkel).

Physik. 2 St. Im S.: Galvanismus. Im W.: Wärmelehre.(Ewoldt).