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3. Religionslehre. Bibliſche Geſchichts des A. T. nach Hübner in beiden Sem. Nr. 1 bis zu Ende, 2 St. Cand. Jung..
4. Denkuͤbungen nach Graßmann, 3˙St., im erſten Sem. die erſte, zweite, fünfte und ſechſte
Ubung, Cand. Jung; im zweiten Sem. die ſiebente und achte ÜUbung, Hülfsl. Horn.
5. Arithmetik. Im erſten Sem. erſte Abtheil. die vier Species in benannten Zahlen, zweite die vier Species in unbenannten Zahlen; im zweiten Sem., in Folge einer Abänderung des Lehrplans, erſte Abtheil. die vier Species mit gleichbenannten Zahlen in ihrer Anwendung nach Löhmann, zweite Abtheil. Numeration und die vier Species mit gleichbenannten Zahlen in einfacheren und leichteren Beiſpielen, 3 St. Hülfsl. Horn.
B. Techniſche Uebungen.
1. Kalligraphie, in Serta ſechs, in Quinta ſechs, in Quarta zwei, in Tertia zwei St. Schreib⸗ lehrer Zimmermann..
2. Singen, in drei Abtheilungen nach der oben im allgem. Lehrplan bemerkten Stufenfolge, für jede 2 St. Geſanglehrer Weickert.
3. Zeichnen. Den Unterricht hierin erhielten bisher einer alten Einrichtung zufolge die Schüler des Gymnaſiums in der hier beſtehenden Zeichen⸗Akademie Mittwoch und Sonnabend von 2— 4 Uhr. Bemerk. Das Auffallende in der Vertheilung des mathematiſchen Lehrſtoffs hat darin ſeinen Grund, daß, beſonderer
Verhältniſſe halber, der Unterricht in Prima zu Oſtern 1835, in Secunda und Tertia zu Oſtern 1836 ganz von den erſten
Elementen beginnen mußte. Die Einhaltung des oben aufgeſtellten allgemeinen Lehrplans kann erſt Statt haben, wenn der
unterricht ſoweit vorgeſchritten iſt, daß jede Claſſe mit den Lehren anfangen kann, mit welchen dem Plane gemäß ihr Curſus
ſelbſt beginnt. Für wenige andere, jetzt noch beſtehende, demnächſt aber wegfallende Abweichungen von den Beſtimmungen des allgem. Lehrplans ſind die Gründe in den halbjährlichen Lehrerberichten angegeben worden.
II. Chronik des Gymnaſiums.
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Zu Anfang des mit Oſtern 1836 begonnenen und jetzt ſeinem Ende ſich nahenden Schuljahrs ereig⸗ neten ſich folgende Veränderungen im Lehrerperſonale: 1) der zunächſt für Mathematik und Naturwiſſen⸗ ſchaft proviſoriſch angeſtellte und zugleich mit Verſehung des lateiniſchen Elementarunterrichts in Serta und dem hebräiſchen Sprachunterrichte beauftragte Huͤlfslehrer Dr. Carl Friedrich Nietſch trat aus dem Kreiſe der Lehrer heraus, und 2) der außerordentliche Lehrer der Mathematik Ludwig Emmel ſtarb. Zur Ausfüllung der dadurch entſtandenen Lücken wurden mit Genehmigung und auf Verfügung der vor⸗ geſetzten Behörde folgende Einrichtungen getroffen: a) dem Gymnaſiallehrer Dr. Molter, der ſeit Oſtern 1835 nur in Prima mathematiſchen Unterricht ertheilt hatte, wurde dieſer Lehrgegenſtand gleichfalls in Secunda, Tertia, und zum Theil auch in Quarta(nämlich eine St., für mathem. Formenlehre) übertra⸗ gen; b) die dagegen demſelben in andern Gegenſtänden abzunehmenden, ſowie zum Theil die durch oben⸗ genannte Ereigniſſe erledigten Lehrſtunden wurden interimiſtiſch von andern Lehrern übernommen, z. B. vom Director zwei Stunden für lat. Erercitt. in Quarta, vom Hülfslehrer Horn drei Stunden Deutſch in Quarta, desgleichen für Arithmetik zwei Stunden in Quarta und drei Stunden in Quinta. Allein da dieſe getroffene Maßregel noch nicht ausreichte, ſo wurde c) auf höhere Verfügung der Candidat des Pre⸗ digtamts Eduard Jung zur einſtweiligen Aushuͤlfe dem Lehrercollegium beigegeben, welcher außer dem lat. und deutſchen Elementarunterricht in Serta und dem hebräiſchen Sprachunterricht noch einige andere Lehrſtunden üͤbernahm. Nur mußte d) der naturwiſſenſchaftliche Unterricht aus Mangel eines Lehrers mit
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