— 14—
oder auswärtigen Vereinen als aktive Mitglieder an, und zwar 73 Turnvereinen, 99 den ver- schiedenen Sportklubs(Hockey. Tennis, Fußball, Schwimmen, Radfahren, Reiten), 28 dem Bibelkränzchen, 36„Neudeutschland“, 20 dem Großdeutschen Jugendverband u. a. m.
Ueber turnerische undsportliche Betätigung unserer Schüler s. außerdem unter 2713. Aufgabenfrei waren meist diejenigen Nachmittage, für die Spielstunden angesetzt waren.
Die Wanderungen, denen als gleichwertig der eine zum Austrag der Reichsjugend- wettkämpfe freigegebene Schultag sowie die in den meisten Klassen zu Ausflügen und aus- giebiger Sportbetätigung(Rodeln, Eislauf) benutzten unfreiwilligen Ferientage vom 18.—25. Februar zugerechnet wurden, erreichten oder überschritten die vorgeschriebene Zahl. Sie führten in der Hauptsache in unseren herrlichen Taunus. Eine Gruppe von 12 Schülern nahm unter Leitung der St.-R. Brenken und König an der Pfingsttagung des V. D. A. in Gmunden teil. Daran schloß sich eine Wanderung nach dem Schafberg und durch das Dachsteingebiet. Den Abschluß bildete ein Besuch von Salzburg und dem Königsee. Vom 1.— 9. September unternahm St.-R. Dr. Reuter mit den Schülern der Prima eine Studienfahrt nach München. Er berichtet darüber Folgendes:„Der Hauptzweck der Reise war der Besuch des Deutschen Museums, dessen einzelne Abteilungen an 5 Tagen in je 2—4 Stunden besich- tigt wurden. Außerdem wurden die alte und die neue Pinakothek und die Glyptothek besucht. Zwischendurch wurden die wichtigsten Gebäude und Straßen der Stadt in Augenschein genommen. Das schöne Wetter verlockte uns dann zu einer zweitägigen Alpenfahrt. Diese führte zum Kochelsee, nach Besichtigung des großen Bayernkraftwerkes zum Walchensee und von da auf den Herzogenstand. Am nächsten Tage wurden Mittenwald, Partenkirchen und die Partnachklamm besucht. Die Rückreise von München wurde in Nürnberg unterbrochen, und in einer zweistündigen Streife ein Einblick in diese alte Stadt gewonnen“. Am 5. und 6. September durchwanderte die O II mit ihrem Ordinarius, St.-R. Weihl, den Westerwald, beson-
ders das sog. Kannebäckerland.— Die vier Tertien besuchten unter Führung ihrer Klassenlehrer die historische Ausstellung in Frankfurt a. M.„Aus Altfrankfurter Bürger- häusern“’.— Von Mittwoch, 19. Sept. nachm., bis Freitag, 21. Sept., machte St.-R. König
eine geologische Fahrt in die Eifel, und schließlich führte vom 21.— 24. März eine Schüler- fahrt die UII gymn. mit ihrem Ordinarius, St.-Rat Klemme, nach Kassel, Wilhelmshöhe und Wilhelmstal.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen zufriedenstellend. Nur im Januar und Februar machte sich die Grippe, vornehmlich in den beiden oberen Klassen, störend bemerkbar.
i) Das Schulgeld betrug im ersten und zweiten Monat des Vierteljahres RM 17.—, im dritten RM 16.—, das Eintrittsgeld RM 5.— und die sogen. Geschwisterermäßigung 25,50 und 100%. Es waren 27 staatliche und 10 städtische Freistellen vorhanden. 10 Schülern konnten Erziehungsbeihilfen von zusammen RM 400.— gewährt werden.
k) Die Berufsberatung wurde auch in diesem Jahre von Direktor und Lehrerkollegium gern und häufig ausgeübt. Einschlägige Erlasse und Verfügungen der vorgesetzten Behörden sowie die Mitteilungen einzelner Berufskreise und Fachverbände wurden an die in Betracht kommenden Klassen sofort weitergeleitet. Den von dem Berufsamt der Stadt Frankfurt a. M. im hiesigen Kreishause veranstalteten Vorträgen wohnte der Direktor bei.
5. Der Elternbeiraf und seine Betätigung. Spenden.
Die Mitgliederliste des E. B. für die Jahre 1928— 30 wurde am 6. Juni im„Taunus- boten“ veröffentlicht, nachdem die Wahllisten sowie der aus der Elternversammlung hervor- gegangene einzige Wahlvorschlag mehrere Wochen zur Einsicht offen gelegen hatten und ein Widerspruch nicht erfolgt war. Es galten somit ohne eigentliche Wahlhandlung als gewählt


