Jahrgang 
1925
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8

f) Künstfleriſcher und tfechniſcher Unterricht.

1. Zeichnen.

VIg. u. r. Gegenstände mit typischen Formen aus dem Umkreise des Schülers, sowie IIlu- strationen zu Erzählungen und Gedichten als Klebearbeiten, Zeichnungen mit Kohle, Pastell- und Aquarellfarben.

Vg. u. r. Wie VI, in weiterer Durchführung und Arbeiten nach Beobachtungsaufgaben.

IVg. u. r. Blätter und Schmetterlinge, genaues Darstellen der Einzelform, Ausbildung zur Idealform, Verwendung als Schmuckmotive. Fortsetzen des Illustrierens. Material sind Redisfeder und Tusche, Blei und Aquarell. Blockschrift und Monogramme.

IIlg. u. r. Einführung in die perspektivische Darstellung gerad- und rundflächiger Körper; Skizzen nach dem Gedächtnis, nach Sagen und Lesestücken. Material wie vorher. Blockschrift und Laufschrift.

IIlig. u. r. Durcharbeitung der Perspektive an Einzelgegenständen und architckt. Details. Geräte mit Darstellung des Stoffes(bes. Eisen u. Holz). Malerische Darstellung von Licht und Schatten. Schrift mit Breitfeder. Illustrieren und Skizzieren.

II'g. u. r. Grössere Architekturstücke, Landschaftsstudien, ausgestopfte Vögel und kleinere Säugetiere, andere Naturalien mit Feder, Blei und Aquarell(Tempera), Schnitte in Linoleum, Radierungen u. a., ganze Schriftsätze mit und ohne Zierrand.

Il'g. Dasselbe.

2. Technisches Zeichnen.

III2. Maßstäbliches Z. vom einfachen Rechteck bis zum Grundriss einer ganzen Wohnung. IIlI. Projektion der 4 Grundkörper mit Schnitten und Anwendung. II2 Maschinen-Elemente und Durchdringungen.

3. Gesangunterricht.

VIg. u. r. Einführung in die Notenschrift. Takt und Taktarten. Dynamische Zeichen und Tempovorschriften. Durleiter, Tetrachord, ganze und halbe Stufe. Intervalle. Drei- klänge der 1., 4. und 5. Stufe mit Umkehrungen. C, F und G-Leiter. Diktat. Tonbildung; Aussprache, Atmung. Lieder und Choräle.

Vg. u. r. Entwicklung der übrigen Durleitern. Leiterfremde Töne. Triole. Synkope. Takt- arten. Chromatische Leiter. Molleiter; grosse u kleine Terz u. Sexte. Rhythmus, Tempo, Dynamik. Tonbildung, Aussprache, Atmung. Diktat. Zweistimmigkeit. Lieder und Choräle.

Chor: Volkslieder, volkstümliche Lieder, Choräle, Hymnen, Motetten ohne u. mit Instrumen- talbegl. Chorbuch: Sering-Thiel..

Orchester: Tonstücke berühmter Meister aus der Sammlung Op. 111 von G. Zanger. Unterricht in wöchentl. 2 nichtplanmässigen Stunden.

4. Turnen.

Es bestanden im Sommer 7, im Winter 8 Abteilungen: VlIg. u. r. Mebus(im Winter VIg. Hartung, VIr. Mebus), Vg. und r. Hohmann, IVg. und r. Barth, III,g. und r. Brenken, IIlig. u. r. Weihl, II,g. u. r. Brenken, I-IIi Weihl. In jeder Abteilung wurden 2 Stunden dem volkstüml. und Geräteturnen gewidmet, 2 Nachmittagsstunden dem Spiel. Bei schlechtem Wetter wurden auch letztere mit Hallenturnen ausgefüllt. Stoffverteilung nach der Schrift: Das Turnen der männl. Jugend an preußischen Schulen. Als Spielplatz wurde teils der städtische Platz an der Sandelmühle, teils der Platz des Homb. Turn-Vereins benutzt. Im Winter benutzte die VIg. auch die Halle des H. T. V. in einigen Stunden. Wettspiele mit den Schülern der Nachbaranstalten, Reichsjugend-Wettkämpfe, Schauturnen.