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2. Deutsche Sprache. Die Hauptepochen der Nationallitteratur.— Lektüre: Nibelungenlied und Walther von der Vogelweide(in Auswahl), Klopstock(ausgewählte Oden), Lessing(Teile des Laokoon und der Hamburgischen Dramaturgie.) In Uebersetzung: Sophokles' Antigone und Euripides' Medea. Wiederholt und gelernt einige Gedichte von Schiller und Goethe. Poetik und Rhetorik, besonders Dispositionslehre(nach IIoffmann). Alle 4 Wochen
ein Aufsatz nach vorheriger Besprechung. Kontrolle der Privatlektüre der Schüler(Dramen von Goethe und Schiller.) 3 St. Froeling.
Themata der Aufsätze:
Welche Bedeutung hat die erste Scene in Schillers„Tell'? Welches Bild entwirft Goethe von„Hermanns“ Vater? Klassenarbeit: Wie entwickelte sich Brandenburg-Preussen bis zum Jahre 1618.
Wodurch weiss das Nibelungenlied unser besonderes Mitleid mit dem Tode Siegfrieds zu erregen?
Welchen Zweck hat„wallensteins Lager“?
Klassenarbeit: Welche Ursachen führten die erste französische Revolution herbei? Inwiefern hat sich Walther von der Vogelweide als deutscher Patriot gezeigt? Klopstocks Ode„Mein Vaterland.“
Klassenarbeit: Lessings Leben und Hauptwerke.
10. Eintracht gibt Macht(Chrie).
11. Wie hat Goethe seinen Egmont gezeichnet?
12. Klassenarbeit:(Aufsatz der Abiturienten).
3. Französische Sprache. Lehre vom Pronomen, Casus der Verben und In- finitiv nach der Schulgrammatik von Ploetz. Lekt. 70 bis zu Ende. Exercitien, Extempo- ralien und Diktate. 2. Std. Lektüre: Voltaire, Siècle de houis XIV. I. und II. Th. ed. Schmager; Racine, JIphigénie ed Rhode(im Verlage von Velhagen& Klasing). Inhaltsangaben in franz. Sprache. 3 Std. Achard.—
4. Englische Sprache. Wiederholung und Ergänzung der wichtigsten Abschnitte aus Sonnenburgs Engl. Grammatik.— Lektüre: Sam Smiles, George Stephenson ed: Wers- hoven(Berlin, Simion) und George Boyle, William I., German Emperor and King of Prussia
(Frankfurt, Gestewitz) und Einübung der gebräuchlichsten und wichtigsten Anglicismen. 4. St. Proescholdt.
5. Geographie. Deutschland, nach Daniels Lehrbuch, IV. Buch. Kartenzeichnen. 1 St. Goepel. 2
6. Geschichte. Neue Geschichte bis zur Gegenwart, nach Spiess und Berlett III. Teil. Generalrepetition; Chronologie; Geschichtskarten. 2 St. Goepel.
7. Mathemati k. a. Geometrie: Ebene Trigonometrie, Stereometrie, nach Kambly.—
5. Algebra: Kettenbrüche, Diophant. Gleichungen; Combinatorik, der binomische Lehrsat z; reciproke und kubische Gleichungen. 5 St. Glaser.
8. Naturwissenschaften. a. Erper. Physic: Repetition der Lehre vom Mag- netismus, von der Elektricität und vom Schalle. Ausführlicher die Lehre von der Wärme und vom Licht, 2 St. Spranck.— b. Mechanik: Die Mechanik der festen, tropfbarflüssigen und gasförmigen Körper. 2 St. Spranck.— c. Chemie: Die Metalloide und Metalle, nach Rüdorfs Grundriss. 3 St. Spranck..
9. Zeichnen. a. Linearzeichnen: Darstellende Geometrie. 1 St. Glaser.— 5. Freihandzeichnen: Ausführung von Rosetten, stilisierten Blattformen, Figurenteilen, inel. Köpfen nach Gipsmodellen von Gebr. Hofelich(Stuttgart), nach gedruckten Vorlagen und Photogra- phien. 2 St. Achard.
10. Gesang.(Quarta bis Prima komb.)— Vierstimmiger gemischter Chor. Choräle, Motetten, Fest-, Vaterlands-, Volks- etc. Lieder, vierstimmig resp. für 3 Männerstimraen ein- gerichtet. 2 St. Dobring.
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