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Am 15. Februar wurde von den Lokalbehörden der Beschluss gefasst: die seitherige Realschule in ein Realgymnasium ohne Prima zu verwandeln.
Vom 10. bis 14 März hatten die Primaner, welche die Klasse ein Jahr lang besucht, die jährlichen Klausurarbeiten aanzufertigen und zwar einen deutschen Aufsatz, englische und französische Exercitien, mathematische und physikalische Aufgaben.
Am 5. März erkrankte Herr Achard und mussten seine Stunden mehrere Tage lang vikariert werden
Am 15. März unternahmen die Primaner eine Wanderung nach dem Weilthal mit ihrem Klassenlehrer.
Der Geburtstag Sr. Majestät wurde am 22. März durch Gottesdienst, Schulaktus mit Gesang, Deklamation und Rede festlich begangen.
Bemerkung: Die Schule ist darauf bedacht, durch die den Schülern aufgegebene häusliche Beschäftigung den Erfolg des Unterrichts zu sichern und die Schüler zu selbst- ständiger Thätigkeit anzuleiten, aber nicht einen der körperlichen und geistigen Entwickelung nachteiligen Anspruch an die Zeitdauer der häuslichen Arbeit der Schüler zu machen. In beiden Hinsichten hat die Schule auf die Unterstützung des elterlichen Hauses zu rechnen. Es ist die Pflicht der Eltern und deren Stellvertreter, auf den regelmässigen häuslichen Fleiss und die verständige Zeiteinteilung ihrer Kinder selbst zu halten, aber es ist eben so sehr ihre Pflicht, wenn die Forderungen der Schule das zuträgliche Mass der häuslichen Arbeitszeit ihnen zu überschreiten scheinen, davon Kenntnis zu geben Die Eltern oder deren Stellver- treter werden ausdrücklich ersucht, in solchen Fällen dem Direktor oder dem Klassenordinarius persönlich oder schriftlich Mitteilung zu machen, und wollen überzeugt sein, dass eine solche Mitteilung dem betreffenden Schüler in keiner Weise zum Nachteil gereicht, sondern nur zu unbefangener Untersuchung der Sache führt. Anonyme Zuschriften, die in solchen Fällen ge- legentlich vorkommen, erschweren die genaue Prüfung des Sachverhalts und machen, wie sie der Ausdruck mangelnden Vertrauens sind, die für die Schule unerlässliche Verständigung mit dem elterlichen Hause unmöglich.
IV. Statistische Uebersicht. Sohülerzahl im Sohuljahr 1383 3—34.
Schülerzahl. Nach Wohnort. Nach Konfession. Im Laufe ½ 5
des Schul- ⁸
Klasse..„5 24 5 4 jahrs 5
22 z4 ½ B⸗ 4 315 z8 2 3 aus. cin.—5 3
8 3 3 8 35 ½ 2 22 3 getreten. 2½
I. 18 11 29 21 2 6 20 7 2 3 2 26 II. 32 9 41 3² 5 4 29 4 8 4— 37 III. 19 7 26 19 1 6 16 8 2— 1 26 IV. 24 12 36 31 3 2 23 7 6 3— 33 V. 27 18 45 40 3 2 34 8 3 1 2 44 VI. 39— 39 33 1 5 24 8 7 4 1 35 Vorklasse. 56— 56 46 5 5 42 8 6 4 8 52 Summa 215*57 272.] 222 20 30 188 50 34 19 14 253
* Das Progymnasium wurde ausserdem noch von„3 Latein lernenden Realschülern“ benutzt.


