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u. der hamburgischen Dramaturgie), Goethe(ausgewählte Gedichte), Schiller(ausgewählte Ge- dichte); in Uebersetzung: Sophokles' Antigone u. Euripides' Medea Nacherzählen der schwe- reren prosaischen Stücke aus Hopf und Paulsiek für III. Poetik und Rhetorik, besonders Dispositionslehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz: Aufgaben aus der Lektüre; Abhandlungen in der strengeren u. freieren Form der Chrie nach vorher. Besprech. Freie Vorträge im Anschluss an die Hauptepochen der Nationallitteratur. Kontrolle d. Privatlektüre d Schüler. 3 St. Fröling.
3. Französische Sprache. Lehre v. Adjektiv, Pronomen, Casus d. Verben u. Infinitiv nach der Schulgram. v. Ploetz. Lekt. 68 bis zu Ende. Wiederholung d. Gram. meist in franz. Sprache. Exercitien, Extemporalien u. Diktate. 2 St. Lektüre: Stücke v. Molière, Lafontaine u. Voltaire; ausserdem comb. mit d. Gymnasial-Secunda: Le Cid v. Corneille, Andromaque v. Racine, l'Honneur et l'Argent v. Ponsard, sowie Stücke v. Barante u. Md. de Staël nach d. Man. de la lit. fr. v. Ploetz; Inhaltsangaben in frz. Spr. Es wurden Fabeln u. eine Scene aus Le Cid auswendig gelernt. 3 St. Achard.
4. Englische Sprache. Engl. Grammatik nach Sonnenburg, Lekt. 29—42 Pxcercitien u. Extemporalien.— Lektüre: Auswahl aus Lüdecking's Lesebuch II. Tl. Seit Weihnachten: Ausgewählte Scenen aus Shakespeare's Henry V., nach der Ausgabe v. Proescholdt(Hamburg 1882. Einübung der gebräuchlichsten u. wichtigsten Anglicismen. 4 St. Proescholdt.
5. Geographie. Deutschland, nach Daniel's Lehrbuch IV. Buch. Kartenzeichnen. 1 St. Goepel.
1 6. Geschichte. Neue Geschichte bis zur Gegenwart, nach Spiess u. Berlet, III. Teil. Generalrepetition; Chronologie; Geschichtskarten 2 St. Goepel—
7. Mathematik. a. Geometrie: Ebene Trigonometrie, Stereometrie, nach Kambly.— b. Algebra: Kettenbrüche, Diophant. Gleichung; Combinatorik, der binomische Lehrsatz; höhere arithmetische Reihen, verschiedene Methoden der Wurzelausziehung, kubische Gleichungen. 6 St. Glaser.
8. Naturwissenschaften. a. Eæperim. Physil: Repetition d. Lehre v. Magnetismus, von d. Elektricität u. vom Schalle. Ausführlicher d. Lehre v. d. Wärme u. v. L.icht. Im Sommer- semester 1, im Wintersem. 2 St. Spranck— b Mechanik: Die Mechanik der festen, tropf- barflüssigen u. gasförmigen Körper. 2 St. Glaser.— c. Chemie: Sämtliche Metalloide u. Me- talle, nach Rüdorf's Grundriss. Im Sommersem. 2 St., im Wintersem. 3 St. Spranck.
9. Zeichnen. a Linearzeichnen: Darst. Geometrie. 1 St Glaser.— b. Freihand- u. Linearzeichnen: Ausführung von Köpfen, Ornamenten, Landschaften, Zeichnen nach einfachen Gipsmodellen. 2 St. Achard
10. Gesang.(Quarta bis Prima comb.)— Vierstimmiger gemischter Chor. Stoff: 12 Choräle, 12 Volkslieder, einstimmig. 2 St. Dobring.
11. Turnen. Wiederholung der 1. u 2. Stufe, Einübung der 3 Stufe des Leitfadens für Turnunterricht in den Preuss. Schulen. Gerät- und Gerüstübungen; Weit- u. Hochsprung. 2 St. Dannhof.
Sekunda. Ordinarius: Ordentl. Lehrer Dr. Spranck.
1. Religion(Evangel.) zweijähriger Kursus.— a. Bibellesen: Die Psalmen.— b. Kirchen- lieder gelernt und wiederholt: No. 364, 614, 351, 461, 584, 339, 381, 263, 374, 21.— c Bibel- kunde.— d. Katechismus: Das 2. Hauptstück Art. 1 u. 2 m. d. gekreuzten Sprüchen.— 2 St.
Froeling.—(Mosaische): comb. m. Prima.(Die kathol. Schüler combinieren mit d. mitt- leren Klassen) 2. Deutsche Sprache.— Lesen, Erklären, Nacherzählen und Deklamieren poet. u. pros.
Stücke aus Hopf u. Paulsiek für III, besonders Epos. Einführung in d Poetik, sowie in die Litteratur bei d. Lektüre. Wiederholg. d. Satzlehre, Interpunktionslehre u. d. orthogr. Regeln. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter 2 Klassenaufsätze: Beschreibg u. Schilderung, Aufgaben aus d Lektüre, Kontrole der Privatlektüre der Schüler Memorieren u freies Vortragen selbst- gewählter Gedichte. Gelesen u erklärt wurden entsprechende Gesänge von Homers Odyssee
(übersetzt von Voss). 3 St. Bauder.


