Jahrgang 
1929
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Sommer 1928. VI-IVN: Phantaſiemäßiges Geſtalten. Darſtellungen nach kurzer Betrachtung. (Haus, Tor, Tür, Baum, Menſch, Berg, Blume, Tier).

UIllUIl: In den Sommermonaten wurdeNaturerſchauen(mittelbares Naturſtudium) getrieben. Nicht Abzeichnen der Natur, ſondern nur ein Aufnehmen der Formen und Farben zur Übung des Formen⸗ und Farbengedächtniſſes und zum Erweiteren und Verfeineren des Vorſtellungsbeſitzes. Weſentliches vom Unweſentlichen, Charakteriſtiſches vom Nichtsſagenden unterſcheiden lernen. Alſo: Das Einſchalten des Ge⸗ dächtniſſes zwiſchen Eindruck und Wiedergabe. Stoffe: Haus, Gaſſe, Straße, Markt, Baum, Bau der Landſchaft.

Winter 1928/29. VI und V: Phantaſiemäßiges Geſtalten. Die Stoffe wurden aus der Umwelt des Kindes, ferner aus dem übrigen Unterricht genommen.

Bauen mit der Fläche.

IV: Phantaſiemäßiges Geſtalten. Bauen mit eckigen Körpern.

VIII UI: Struktives Zeichnen.

2. Werkunterricht. VI Ul: Kunſtſchrift.

NI= Ul: Linoleumſchnitt.

Olll Ul: Radierung.

VI- UIII: Schnitzen am Rundſtab.

Schülerinnen: Anfertigung von Puppen.

In Oberprima konnten ſich die Schüler das Stoffgebiet und das Material ſelbſt wählen.

3. Kunſtbetrachtung: IV Ul: Sommer 1928: Dürer; Zilddarſtellungen, die den zu behandelnden Stoffen verwandt waren.

Winter: Die Altſtädter Kirche. Der Deutſche Dom.

In Ul und Ol wurden den Schülern die Darſtellungsmittel und-arten und die Geſtaltungsprobleme der Kunſt gezeigt, um ſie in ein lebendiges Verhältnis zu den Werken der Kunſt zu bringen.

b. Muſik. Geſang VI: Einfache Lieder, Übungen im Umfange von 8 Tönen.

V: Einführung in die Zweiſtimmigkeit, ÜUbungen im polyphonen Singen. Kanons.

IV Ol: Volkslieder. Chorſätze älterer Kirchenmuſik.

Inſtrumentalmuſik: Violinchor mit Begleitung des Klaviers, bezw. Harmoniums. Alte Kammer⸗ muſik(Bach, Händel, Corelli), dazu ausgewählte Stücke von C. M. Weber(Zigeunermarſch ausPrecioſa) und Schubert(Ungariſcher Marſch, Militärmarſch Nr. 1, Deutſche Tänze).

c. Nadelarbeit. Für den Unterricht in der Nadelarbeit waren 6 Wochenſtunden vorgeſehen. Die Schülerinnen waren für dieſen Unterricht in 3 Abteilungen eingeteilt. Der Untericht wurde nach den Lehrplänen der Lyzeen erteilt.

d. Turnen, Bewegungsſpiele, Schwimmen. Gegen Ende des Schuljahres konnte die neue ſtädtiſche Turnhalle in Benutzung genommen werden. Damit hat die Anſtalt nun endlich eine würdige Stätte für den Turnunterricht erhalten. Die Ausrüſtung der Halle mit Geräten iſt noch ziemlich mangelhaft, wird aber im Laufe der Zeit beſſer werden.

Die Schüler turnten in 7, die Schülerinnen in 3 Abteilungen, ferner beſtanden 5 Spielabteilungen für Knaben und drei für Mädchen. Der Unterricht war auf die harmoniſche, ſyſtematiſche Ausbildung des Körpers und die Erlernung der Technik der Uebungen eingeſtellt; im Sommerhalbjahr wurde im weſentlichen Leichtathletik und Gymnaſtik betrieben, im Winter mehr Geräteturnen.

Mannſchaften der Schule traten in Kaſſel und Warburg zu Freundſchaftsſpielen in Handball an; an denPreußenſpielen beteiligten ſich eine K⸗ und B⸗Mannſchaft. Die Reichsjugendwettkämpfe fanden