Jahrgang 
1925
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i. Das Schulgeld betrug 120 Mk. jährlich. Außer den beſtimmungsgemäß zu verteilenden 25 Frei⸗ ſtellen bewilligte der Kreisausſchuß des Kreiſes Hofgeismar aus eigenen Mitteln noch 10 weitere Freiſtellen. Aus der Hilfsbücherei, die noch weiter ausgebaut wurde, erhielten eine große Zahl von bedürftigen Schülern ihre Schulbücher.

k. Zur direkten Einwirkung bei der Berufswahl bot ſich keine Gelegenheit; ſorgfältige Beobachtung der Neigungen der Schüler und Schülerinnen und entſprechende Hinweiſe auf den zukünftigen Beruf ſind im weſentlichen das, was auf dem Gebiete der Berufsberatung geſchehen konnte.

V. Elternbeirat.

Der Elternbeirat wurde am 22. Juni 1924 neu gewählt. Er beſteht aus:

Rechtsanwalt Heinemann(Vorſitzender), Hofgeismar, Forſtrat Backhaus, Honmbreſſen, Kaufmann Lacher, Hofgeismar, Juſtizinſpektor Nadler, Hofgeismar, Frau Röhling, Hofgeismar, Lagerhalter Weſſiepe, Hofgeismar.

Das freundliche Verhältnis zwiſchen der Schule und der Elternſchaft fand ſeinen Ausdruck in einem Elternabend, der am 11. Dezember imHeſſiſchen Hof ſtattfand. Es kamen zur Aufführung Volks⸗ lieder, geſungen von Schülern und Schülerinnen der Klaſſen IV UI, Märchenſpiele(Rotkäppchen, Dorn⸗ röschen, Fuchs und Gänſe), dargeſtellt durch Schüler und Schülerinnen der unteren und mittleren Klaſſen und Stiltänze(Biedermeiertanz zweier Sextanerinnen und Irrlichtertanz, ausgeführt von Schülerinnen der Klaſſen UII UI). Das Beſtreben bei allen muſikaliſchen und ſzeniſchen Darbietungen ging dahin, mög⸗ lichſt weite Kreiſe der Schüler und Schülerinnen zu beteiligen und alles Nötige an Koſtümen und Dekorationen mit eigenen und einfachſten Mitteln herzuſtellen, um die Jugend zur Selbſttätigkeit und Mitarbeit anzuregen.

Ueber den weiteren Ausbau der Oberſtufe, über die neuen Lehrpläne und über Erfahrungen mit der Gemeinſchaftserziehung erſtattete der Direktor in einer Elternbeiratſitzung Bericht.

VI. Verſchiedenes.

1. Im Berichtsjahr wurden die Räume der Wohnung des Herrn Bürgermeiſters im Rathaus für Schulzwecke in Benutzung genommen. Im 2. Stock konnte nun der Zeichenſaal eingerichtet werden und die Lehrerbibliothek und die Sammlung der erdkundlichen und geſchichtlichen Lehrmittel in geſonderten Räumen geeignetere Unterbringung finden als bisher.

2. Zu Oſtern 192 1 wurde die erſte Unterprima mit 19 Schülern und 3 Schülerinnen eröffnet.

Die Umwandlung in ein Reform⸗Realgymnaſium wurde fortgeſetzt, ſodaß im Berichtsjahr in den Klaſſen VIIV nach den Lehrplänen des Reform⸗Realgymnaſiums und in den Klaſſen UIlI Ul nach denjenigen des Realgymnaſiums unterrichtet wurde.

Der Lateinunterricht in OII, der durch die Neuordnung des höheren Schulweſens in der Stunden⸗ tafel geſtrichen worden war, wurde zu Beginn des Winterhalbjahrs 1924/25 auf Koſten des neuſprachlichen Unterrichts wiedereingeführt.