Jahrgang 
1914
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2 I. Auswahl aus den

Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

12. Gpril. Die Einführung des Chorbuches von tlous Meister wird zugelassen, des von Heinrich und Pfusch nicht.

24. Gpril. fluf den Erlaß des Rerrn Ministers vom 7. Februar 1913(Zentralblatt Reft 4, 1913 p. 334) wird hin- gewiesen. Die Ceilnahme der Schüler an Vereinen untersteht der Verantwortlichkeit des Direktors. Knsehluß an außerhalb der Schule stehende Verbände ist nieht statthaft. Zu begünstigen sind patriotische und sportliche Vereinigungen.

28. Mai. Zwei Exemplare vonDie Diehtung der Befreiungskriege von J. Ziehen werden als Prämien übersandt.

30. Mai. Übersendung von 2 Exemplaren des WerkesWilhelm II., deutseher Kaiser, König von Preußen Zu Prämien. Übersendung von 2 Exemplaren von HerzogsPreußens Geschichte zu Prämien.

31. Mai. Übersendung von 3 ExemplarenUnser Kaiser, Verlag Bong& Co., zu Prämien

2. Juli. Für den Schulgebrauch sind neue Gbkürzungen der Maße und Gewiehte eingeführt.

16. Sept. 1 Exemplar des Jahrbuches für Volks- und Jugendspiele wird übersandt.

24. Sept. Die Kandidaten mit entgelflienem Lehrauftrag erhalten Cagegelder und Fahrkosten.

26. Sept. Übersendung folgender Werke zu Prämien: Neubaur:1813, Hi. v. Creitsehkes1813, Tanera: Befreiungskriege,Die Völkerschlacht bei Leipzig(Kaiser Wilhelm-Dank) in 3 Exemplaren.

20. Nov. Die Bestimmung zur Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten wird auf diespinale Kinderlähmung ausgedehnt.

27. De3. Der Rerr Minister lehnt eine staafliehe Beihilfe zum Gusbau der Gustalt ab.

29. Januar. tluch die wissenschaftliehen Rilfslehrer sollen in Zukunft bei ihrer Einberufung zu militärischen Friedensübungen ihre Remuneration fortbeziehen. Ebenso die anstellungsfähigen Kandidaten, die eine Rilfslehrerstelle verwalten.

I. Chronik der Anstalt.

Das neue Schuljahr begann Donnerstag, den 4. Gpril mit der Gufnahmeprüfung. Es wurden 28 Schüler aufgenommen, sodaß die Gesamtzahl der Schüler zu Ostern 1913 135 Schüler betrug.

Ostern traten nach dreißigjähriger verdienstvoller Cätigkeit Direktor Kröseh und Oberlehrer Prof. Franz in den Ruhestand. n die Stelle des letzteren trat Oberlehrer Dr. Keul aus Frankfurt a. M. Zugleiceh wurde Kandidat Koltermann, bisher am Seminar der Klinger-Oberrealschule zu Frankfurt a. MN., als Probandus über- wiesen und vom II. Gpril ab mit der Vertretung des zu einer aehtwöchigen Übung eingezogenen Oberlehrers Böhning betraut. fans Kegl, geb. am 28. MNai 1886 zu Frankfurt a. M.-Bockenheim, evangelisch, besuehte die

Liebig-Realschule und das Realggmnasium Musterschule in Frankfurt, bestand 1904 die Reifeprüfung, ging als kssistant allemand naech Semur, studierte in Marbung neuere Sprachen und Latein, pro- movierte zum Dr. phil. mit der Grbeit:Zweigliedrige, prädikative Nominalsätze im Französischen und bestand Oktober 1909 die Staatsprüfung; war Seminarkandidat am Goetheggmnasium, Probandus an der Gdleflrgeht-Schule, Rilfslehrer an der Oberrealschule zu Marburg und wurde Zum 1. Gpril 1913 Oberlehrer am hiesigen Progumnasium.

Da sieh die Ernennung des neuen Direktors verzögerte, wurde Prof. Dr. Roßfeld mit der Führung der Direktorialgeschäfte beauftragt, zur Deckung des Änterrichtsbedürfnisses wurden die Kandidaten Stern und Köhler vom Provinzial-Schulkollegium in Cassel überwiesen.

im 2. Mai wurde der neue Direktor Prof. lie. theol. Stahl vom königl. Gomnaslum zu Wesel durech den Rerrn Prov. Schulrat Dr. Kanzow in Gegenwart des Kuratoriums, des Lehrerkollegiums und der versammelten Schüler in sein Hmt eingeführt, das er am 3. Mai antrat.

Krthur Stahl, geb. am 28. März 1866 in Elten, Kr. Rees, epangeliseh, besuchte das Gumnasium in Norden, studierte in Leipzig, Greifswald und Bonn Cheologie und Philologie, legte die Staatsprüfung ab, promovierte zum Lizentiaten der Cheologie, leistete das Seminarjahr in Bonn, das Probejahr in Greifswald, wurde dort Rilfslehrer und Rerbst 1896 Oberlehrer; seit Ostern 1907 war er Oberlehrer am königl. Gumnasium zu Wesel; 1910 wurde er Professor. Seit Ostern 1898 war er Mitleiter des