1907.
falls ihre Versetzung in die nächsthöhere Klasse nicht erfolgen könne“, können versetzt werden, wenn sie nach dem übereinstimmenden Urteil der Lehrer sich offenbar ernstlich bemüht haben, ihre Lücken auszufüllen.
Cassel, 26. November. Der Schulschluß vor den Weihnachtsferien wird auf den 21. Dezember verlegt.
Cassel, 10. Dezember. Es wird aufmerksam gemacht auf die Halbmonatsschrift „Kolonie und Heimat in Wort und Bild.“
Berlin, 13. Dezember. Betr. Milderung der Schwierigkeiten bei etwaigem Schul- wechsel.
Cassel, 18. Dezember. Es wird Bericht gefordert über die Teilnahme am eng- lischen Unterricht in den Jahren 1903/4 bis 1907/8. 1
1908. Cassel, 3. Januar. Ferienordnung für 1908/09.
Cassel, 16. Januar. Der Herr Minister überweist der Anstalt ein Exemplar von Scheel, Koloniales Lesebuch.
Cassel, 22. Januar. Se. Majestät der Kaiser und König hat der Anstalt ein Exem- plar von Wislicenus„Deutschlands Seemacht“ als Prämie für einen besonders guten Schüler der oberen Klassen überwcisen lassen.
Cassel, 6. Februar. Es soll über die Teilnahme am wahlfreien Zeichnen berichtet werden.
Berlin, 6. Februar. Abiturienten, die eine Technische Hochschule besuchen wollen, wird empfohlen eine als selbständig bescheinigte Zeichnung vorzulegen.
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III. Chronik der Anstalt.
Die Aufnahmeprüfung fand am 8. April statt; es wurden aufgenommen in das Gym- nasium 34, in die Realschule 47 und in die Vorschule 40 Schüler.
Am 9. April wurde das Schuljahr durch Gottesdienst in der katholischen Kirche und durch eine Andacht für die evangelischen Schüler in der Turnhalle der Anstalt eröffnet. Hier fand darauf eine gemeinsame Schulfeier statt, wobei der Direktor die Schulgesetze vor- las und die neu aufgenommenen Schüler durch Handschlag verpflichtete.
Da der an Stelle des verstorbenen Prof. Dr. Lohberg gewählte Oberlehrer Schlegel aus Wattenscheid erst im Oktober sein hiesiges Amt antreten konnte, wurde der Kandidat des höheren Schulamts Wilhelm König, der schon bisher mit der Versehung der Stelle beauf- tragt gewesen war, der Anstalt als Probekandidat überwiesen und bis auf weiteres beauftragt, die Verwaltung der erledigten Oberlehrerstelle wahrzunehmen.
Noch während der Ferien verließ die Anstalt Oberlehrer Dr. Schnaus, nachdem er zum Oberlehrer an der Oberrealschule i. E. in Wiesbaden gewählt worden war. Mit Dr. Schnaus, der seit Ostern 1904 an unsrer Anstalt wirkte, schied aus dem Lehrerkollegium ein pflichttreuer, eifriger und tüchtiger Mitarbeiter. Auch an dieser Stelle sei ihm der Dank für seine der Anstalt geleisteten Dienste ausgesprochen. Mit der Versehung der durch seinen Weggang erledigten Oberlehrerstelle wurde der Kandidat des höheren Schulamts Willy Rosalewski beauftragt, der zugleich der Anstalt als Probekandidat überwiesen wurde.
Die im vorigen Schuljahre neu eingerichtete Hilfslehrerstelle wurde durch Beschluß der städtischen Kollegien in eine Oberlehrerstelle umgewandelt und der bisherige wissenschaft- liche Hilfslehrer Hans Rüssel zum Oberlehrer gewählt.
Am 14. Mai unternahmen die meisten Klassen unter Leitung ihrer Klassenlehrer Aus- flüge nach dem Taunus, dem Odenwald usw.


