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6. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Kurzer Ueberblick über die römische Kaiser- geschichte. Geschichte des deutschen Volkes von den ältesten Zeiten bis zum Ausgang des Mittelalters. Einprägung und Wiederholung von Jahreszahlen.— Geographie von Afrika, Asien, Amerika und Australien. Die deutschen Kolonien. Kartenskizzen. Sieke.
7. Mathematik. 3. St. Geometrie. Erweiterung der Dreieckslehre. Lehre von den Parallelogrammen, den Sehnen und Winkeln am Kreise. Konstruktionsübungen.— Arithmetik. Die 4 Grundrechnungen. Einfache Zahlengleichungen. Gerlach.
8. Naturbeschreibung. 2 St. a) Botanik. Beschreibung und Vergleichung einiger Nadelhölzer und Sporenpflanzen. Besprechung der wichtigeren ausländischen Nutz- pflanzen. Uebersicht über das gesamte natürliche System. Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Pflanzenkrankheiten und ihre Erreger.— b) Zoologie. Niedere Tiere und Ueberblick über das Tierreich. Gerlach.
9. Zeichnen. 2 St. Zeichnen nach einfachen Gegenständen mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie perspektivische Uebungen. Uebungen im Treffen von Farben. Skizzier- und Gedächtnisübungen. K. Jung.
Quarta.
Ordinarius: Oberlehrer Hofmann.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit IVR. a) katholische. Biblische Ge- schichte: Abschluss des Neuen Testaments und ergänzende und vertiefende Wiederholung der übrigen Geschichten des Neuen Testaments. Die Lehre vom Glauben. Erklärung und Ein- prägung einiger Kirchenlieder. Bellinger.— b) evangelische. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen und Er- klären wichtiger Abschnitte des Alten und besonders des Neuen Testaments. Wiederholung des 1. und 2. Hauptstücks. Einprägung des 3. Hauptstücks nebst Sprüchen und Auswendig- lernen des 4. und 5. Hauptstücks. Memorieren einiger Kirchenlieder und Wiederholung der früher gelernten. Schmitt.
2. Deutsch. 3 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke des Lese- buches. Die Gedichte des Kanons wurden gelernt und die in Quinta gelernten Gedichte wiederholt. Der zusammengesetzte Satz und zusammenfassende Einprägung der Regeln über die Zeichensetzung. Das Einfachste aus der Wortbildungslehre. Rechtschreibung: Wieder- holung des in Sexta und Quinta Gelernten. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, ab- wechselnd Diktate und Aufsätze(häusliche Aufsätze oder Klassenaufsätze). Hofmann.
3. Latein. 8 St. Lektüre und Grammatik je 4 St. Wiederholung der Formenlehre. Die Kasuslehre, einige Bestimmungen aus der Tempus- und Moduslehre, sowie Uebersetzungen nach dem Uebungsbuche. Wöchentlich eine Klassenarbeit. Gelesen wurde der erste Teil des Uebungsbuches mit Ausnahme der Stücke über Alexander den Grossen. Hofmann.
4. Französisch. 4 St. L. 1— 36 des Lehrbuches. Alle 3 Wochen zwei schriftliche Arbeiten(abwechselnd haäusliche Arbeit, Klassenarbeit oder Diktat). Sprechübungen im An- schluss an das Gelesene und an die Hölzel'schen Bilder Frühling und Herbst. Drei Gedichte wurden auswendig gelernt. Suchier.
5. Geschichte. 2 St. a) Griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen mit einem Ausblick auf die Diadochenzeit. b) Römische Geschichte bis zum Tode des Augustus. Hofmann..
6. Erdkunde. 2 St. Physische und politische Erdkunde von Europa ausser Deutsch- land. Entwerfen von einfachen Kartenskizzen. Hofmann..


