Jahrgang 
1904
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3. Latein. 7 St. a) Grammatik: 3 St. Einübung d. Acc. c. inf., der Fragesdtze, der Behandlung von ut und quod, sowie der Oratio obl. Uebungen im Uebersetzen nach dem Uebungsbuch, sowie in Anlehnung an die Prosalekfüre. Wiederholungen und Ergänzungen aus dem ganzen Gebiete der Syntax und Formenlehre. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit, teils Haus-, teils Klassenarbeiten. b) Lektüre: 4 St. Cicero, in Catilinam I und III, Auswahl aus Ovids Metamorphosen, Vergils Aeneis, Buch I. Livius, Buch I und II mit Auswahl. Müller.

4. Griechisch. 6 St. Aus der Grammatik die Lehre vom Artikel, von den Prono- minibus und vom Gebrauche der Kasus. Einige Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre gelegentlich. Uebersetzungsübungen meist nach dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine Haus- oder Klassenarbeit, vielfach in Anlehnung an die Prosalektüre. Lektüre: Xenoph. Anab. III und IV mit Auswahl. Homers Odyssee, Gesang 9 12 in Auswahl.(Irrfahrten des OQdysseus).

Müller.

5. Französisch. 3 St. Die Hauptlehren der Syntax, Uebungsbuch Kap. 49 76. Wiederholungen aus den Kap. 26 48. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit(Klassen- arbeiten, Diktate, häusliche Arbeiten, kleine selbständige Arbeiten). Gelesen wurde: Thiers, Bonaparte en Egypte et en Syrie. Ausgabe M. Hartmann. Ein Gedicht wurde auswendig gelernt. Sprechübungen im Anschluss an das Gelesene und über die Stadt. Ballmann.*)

6. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Deutsche und preussische Geschichte vom Jahre 1740 bis auf die neueste Zeit. Wiederholung der Erdkunde Europas. Elementare mathematische Erdkunde. Hofmann.

7. Mathematik. 4 St. Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Uebungen im Rechnen mit fünfstelligen Logarithmen. Einfache quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Aehnlichkeitslehre, Proportionalität gerader Linien am Kreise, statige Teilung. Regelmässige Vielecke. Kreisumfang und-inhalt. Konstruktionsaufgaben. Lohberg.

8. Physik. 2 St. Anfangsgründe der Chemie nebst Besprechung einzelner wichtiger Mineralien. Einfachste Erscheinungen aus der Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität.

Lohberg.

Obertertia. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Erxleben.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit II R. a) katholische: Das 3. Hauptstück, die Lehre von der Gnade und den Gnadenmitteln. Die Hauptepochen der Kirchengeschichte in Lebensbildern. Bellinger. b) evangelische: Das Reich Gottes im N. T. Lesen und Erklären entsprechender biblischer Abschnitte. Eingehende Behandlung der Bergpredigt und der Gleichnisse. Reformationsgeschichte im Anschluss an das Lebensbild Luthers. Geschichte des Kirchenliedes. Wiederholung des Katechismus. Schmitt.

2. Deutsch. 2 St. Erklärung ausgewählter Gedichte und Prosastücke aus dem Lesebuche; Heyses Kolberg. Auswendiglernen der im Kanon bestimmten Gedichte. Gelegent- liche Belehrungen über die wichtigsten Arten und Formen der Dichtung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre, an Musterbeispiele angeschlossen.

. Erxleben.

3. Latein. 8 St. Grammatik: Tempora und Modi, Infinit., Partic., Gerund. und Supin. Wiederbolungen. Uebersetzungsübungen aus dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit, meistens Klassenarbeiten. Lektüre: Caesar bell. Gall. V= VII mit Aus- wahl. Ovid, Metamorph. mit Auswahl. Erxleben.

4. Griechisch. 6 St. Grammatik: Die Verba auf m' und die unregelmässigen. Ge- legentlich einiges aus der Syntax im Anschluss an die Lektüre. Wiederholung und Erweiterung des Pensums der III.. Uebersetzen aus dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit, meistens Klassenarbeiten. Lektüre: Xenophons Anabasis I mit Ausschluss von Cap. 9 und II mit Ausschluss von Cap. 6. Erxleben.

*) Im August und September: Dr. Marmier, vom 22. Februar ab: Kruepper.