Jahrgang 
1879
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2. Das Lehrerperſonal. S. die Ueberſicht über die Vertheilung der Lectionen.

3. Die Schüler.

Die Anſtalt wird gegenwärtig von 60 Schülern beſucht, welche ſich folgendermaßen auf die ein⸗ zelnen Klaſſen vertheilen: Unter⸗Secunda 6(darunter 2 Hersfelder), Ober⸗ und Unter⸗Tertia 7(2ein⸗ geborene Hersfelder), Quarta 11(5 Hersfelder), Quinta 19(11 Hersfelder), Sexta 21(13 Hersfelder), Vorſchule 47.

Auf die durch das Programm des vorigen Jahres gegebene Anregung ſowie in Folge der beiden Reviſionen der Anſtalt, welche im verfloſſenen Jahre ſtattgefunden haben, ſind genauere Ermittelungen darüber angeſtellt worden, wie die Schule ſeither benutzt worden iſt und in welchem Umfange dieſelbe ihren Zweck erreicht hat. Es hat ſich ergeben, daß von ſämmtlichen Schülern, welche ſeit der Aner⸗ kennung derſelben als höhere Bürgerſchule, alſo in einem Zeitraum von 10 Jahren, dieſelbe beſucht haben, 72 in die Ober⸗Tertia aufgerückt ſind, unter dieſen 22 eingeborene Hersfelder; die Abgangsprüfung haben im Ganzen 28 Schüler beſtanden, aus Hersfeld 12; unter den 14 Schülern, die das Zeugniß für den einjährigen Dienſt nach einjährigem Beſuch der Secunda erhielten, waren 7 Hersfelder. Es ſind alſo aus Hersfeld nur 19 Schüler, die das Ziel der Anſtalt vollſtändig oder wenigſtens annähernd erreicht haben. Obwohl die Anſtalt bis in die jüngſte Zeit an einzelnen Schülern und namentlich an der Mehrzahl ihrer Abiturienten, die der Anſtalt überall Ehre gemacht haben, erfreuliche Erfolge aufzuweiſen hat, muß doch das nichts weniger als erfreuliche Geſammtergebniß, deſſen immer noch fort⸗ dauernde Urſachen im vor. Programm entwickelt ſind, die Erwägung veranlaſſen, ob ſich der bisher, beſon⸗ ders in den letzten Jahren erforderliche Koſtenaufwand(der Staatszuſchuß beträgt 7800 M., der Zuſchuß aus der Stadtkaſſe circa 12000 M.) ferner noch rechtfertigen laſſe und ob die Anſtalt als eine ſelbſtän⸗ dige erhalten werden könne. Eine Entſcheidung hat bis jetzt nicht getroffen werden können. Es wäre eine ſolche Löſung der Frage zu wünſchen, durch welche ebenſowohl dem etwa vorhandenen Bedürfniß nach einer Realſchulbildung genügt als auch eine in anderer Beziehung wünſchenswerthe Entlaſtung der Stadtkaſſe her⸗ beigeführt würde. Jedenfalls wird aber dafür Sorge getragen werden, daß der Unterricht der jetzigen Schüler der Anſtalt ſowie derer, die derſelben von Oſtern an noch anvertraut werden ſollen, keine Unterbrechung erſahren wird.

Das Lehrerkollegium erlitt im verfloſſenen Jahre abermals einige Veränderungen. An die 2*