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V. Stiftungen und Unterstützungen.
1. Das Molitorsche Familienstipendium. Es ist in dem laufenden Rechnungsjahre dem stud. theolog. Helmut Ritter aus Niederzwehren verliehen worden.
2. Die Münscherstiftung. Das Kapital beträgt am Ende des Rechnungsjahres 1911 4211,13 M. Davon sind 3800 M. in das Preußische Staatsschuldbuch eingetragen. Das Stipendium wurde vom Lehrerkollegium mit je 70 M. an zwei Unterprimaner verliehen.
3. Das Schimmelpfengsche Familien-Benefizium wurde in diesem Jahre nicht verliehen.
4. Die Dudenstiftung. Das Kapital beträgt am Ende des Rechnungsjahres 5883,31 M. Davon sind 5500 M. in das Preußische Staatsschuldbuch eingetragen. Es wurde im laufenden Rechnungsjahr dem stud. phil. Sopp aus Bebra verliehen.— Bewerbungen um dasselbe sind spätestens bis zum 15. August jeden Jahres an das Lehrerkollegium des Gymnasiums zu richten. Der Bewerbung ist ein Zeugnis über den Besuch einer Universität oder technischen Hochschule beizulegen.
5. Das Kapital der neu zu begründenden Freitischstelle hat sich auf 3737,35 M. erhöht.
6. Aus Anlaß der Einweihung des neuen Gymnasialgebäudes haben die städtischen Behörden von Hersfeld beschlossen, alljährlich die 4prozentigen Zinsen eines Kapitals von 4000 M. zur Verfügung zu stellen, um damit Schulgeld bezw. Unterrichtsmittel für einen wür- digen und bedürftigen Schüler des Gymnasiums zu bestreiten. Der Schüler muß entweder in der Stadt Hersfeld geboren sein oder es müssen seine Eltern in der Stadt Hersfeld wohnen. Die Verleihung erfolgt jeweilig auf den Zeitraum eines Semesters. Bewerber haben ihr Ge- such unter Vorlegung des Zeugnisbuches dem Magistrate der Stadt Hersfeld einzureichen. Im laufenden Rechnungsjahre war der Sextaner Konrad Wolff im Genusse des Bene- fiziums.
VI. Mitteilungen an die Eltern und die Schüler.
Um das Zusammenwirken von Elternhaus und Schule bei der Erziehung der Jugend zu erleichtern, ist dafür Sorge getragen, daß alle Schüler genau wissen, wann und wo jeder


