Jahrgang 
1900
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Schmidt, Jahrbuch für Volks- und Jugendspiele, S. Jahrgang. Von Frau Professor Schmidt eine Anzahl Bücher für den lateinischen Unterricht. Für diese Gaben sagt der Unterzeichnete im Namen des Lehrerkollegiums herzlichsten Dank.

3. Die physikalischen Apparate wurden vermehrt durch: 1. Vorrichtung für Tele- graphie ohne Draht nach Marconi. 2. Zilinder und Schirm von Drahtgeflecht zu Influenz- versuchen. 3. Kraftlinienapparat nach Zepf. 4. Dynamo-Maschine, Tafel mit Text. 5. Mikro- phon-Telephon, Tafel mit Text. 6. Modell zur Erläuterung des Ampèremeters bezw. Volt- meters. 7. Hydrostatische Wage.

4. Die naturwissenschaftliche Sammlung wurde vermehrt durch eine Auswahl von Produkten aus unseren Kolonien. Außerdem erhielt dieselbe folgende Geschenke: a) eine Seespinne von Herrn Tuchfabrikant Hans Sauer, b) mehrere Seepferdchen von Hotzel V, c) eine Glattnatter von Luban VI, d) den Schädel eines Rindes von Krahl VI, e) 1 See- pferdchen von Auel V und f) einige Konchylien von Becker III2. Auch für diese Gaben wird hiermit bestens gedankt.

VI.

Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

Es bestehen an der Anstalt 40 Preitischstellen, welche bedürftigen Schülern, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichnen und vermöge ihrer An- lagen für einen wissenschaftlichen Beruf ausreichend befühigt sind, verliehen werden. Unter denselben Bedingungen kann auch das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen werden. In der Regel werden diese Wohlthaten nicht im ersten Jahre des Schulbesuches verliehen. Die Bewerber haben ihre von Zeugnissen über die Bedürftigkeit ihrer Söhne oder Pflegebefohlenen begleiteten Gesuche spätestens 14 Tage vor dem Semesterschluß dem Unterzeichneten einzureichen, und zwar sind die Ge- suche um Verleihung des Freitisches an das Königliche Provinzial-Schulkollegium(zu Händen des Gymnasialdirektors), die um Schulgeldbefreiung an den Königlichen Gymnasial- Direktor zu richten.

Von sonstigen Stiftungen bestehen an der Anstalt:

1. Das Molitorsche Familienstipendium. Es wurde vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium auf den Vorschlag des Direktors dem Studiosus der Medizin Wil- helm Jung aus Kirchhain verliehen.

2. Die Münscherstiftung. Das Stiftungskapital beträgt am Ende des Rech- nungsjahres 1899/1900 2975,60 Mark; davon sind 2800 Mark in das Preußische Staats- schuldbuch eingetragen. Das Stipendium wurde mit je 51 Mark dem Oberprimaner Ferdi- nand Paul und dem Unterprimaner Heinrich Dieterich bewilligt.

3. Das Sehimmelpfennigsche Familien-Benefizium. Dieses be- trägt 12,19 Mark; es ist auch in diesem Jahre in Ermangelung eines berechtigten Bewerbers

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