Jahrgang 
1899
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bei Linsen zu veranschaulichen, 4. Lichtbrechungsmodell, 5. Seifenblasenapparat zur Er- läuterung des Gesetzes, daß bei gleichbleibender elektrischer Ladung die Dichte bei vergrößerter Oberfläche abnimmt, 6. Biegsames Drahtgewebe zur Erläuterung der elek- trischen Verteilung, 7. Vorrichtung, um zu zeigen, daß beim Reiben beide Arten Elek- trizität entstehen, 8. 2 Papierelektroskope mit Zubehör, 9. Vorrichtung(nach Mühlenbein) um a) die Wirkung eines festen Stromleiters, b) eines Magnets(nach Lodge) auf einen beweglichen Leiter zu zeigen, 10. v. Waltenhofen'sches Pendel zum Nachweis der dämpfenden Wirkung der Induktion, 1I. Akkumulator von 4 Zellen, 12. Schaltbrett mit Stromregler.

4. Für die naturgeschichtliche Sammlung wurden angeschafft: Atlas der Alpenflora, 5 Bde, herausgegeben vom deutsch-österreichischen Alpenverein.

Als Geschenke erhbielten wir: Ein kleines Nilkrokodil in Spiritus vom Unterprimaner Hallenberger; 3 Seesterne und einen Einsiedlerkrebs vom Untertertianer J. Hebel.

NI. Säftungen und Interstützungen von Schülern.

Es bestehen an der Anstalt 40 Freitischstellen, welche bedürftigen Schülern, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichnen und vermöge ihrer An- lagen für einen wissenschaftlichen Beruf ausreichend befähigt sind, verliehen werden. Unter denselben Bedingungen kann auch das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen werden. In der Regel werden diese Wohlthaten nicht im ersten Jahre des Schulbesuches verliehen. Die Bewerber haben ihre von Zeugnissen über die Bedürftigkeit ihrer Söhne oder Pflegebefohlenen begleiteten Gesuche spätestens 14 Tage vor dem Semesterschluß dem Unterzeichneten einzureichen, und zwar sind die Gesuche um Verleihung des Freitisches an das Königliche Provinzial-Schulkollegium(zu Händen des Gymnasialdirektors), die um Schulgeldbefreiung an den Königlichen Gym- nasialdirektor zu richten.

Von sonstigen Stiftungen bestehen an der Anstalt:

1. Das Molitorsche Familioenstipendium. Es wurde für das erste Halbjahr dem Studiosus der Philologie Gottfried Schüler, für das zweite Halbjahr dem Studenten Wilhelm Jung verliehen.

2. Die Münscherstiftung. Das Stiftungskapital beträgt am Ende des Rech- nungsjahres 1898/99 2972,60 Mark; davon sind 2800 Mark in das Preußische Staatsschuld-