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gegebene Prachtwerk„Unser Heldenkaiser“ zur Anschaffung und Verbreitung empfoh-
len wird. 21. Vom 20. März; Beauftragung des Direktors mit der Leitung der Abschlußprü-
fung für Gymnasial-Untersekunda.
III. Chronik.
Das neue Schuljahr begann Montag den 13. April mit der Aufnahmeprüfung.
Dienstag den 14. April wurden die neu aufzunehmenden Schüler nach der gemein- schaftlichen Morgenandacht von dem Unterzeichneten mit der Schulordnung bekannt ge- macht und durch Handschlag zu deren Befolgung sowie überhaupt zu pünktlichem Gehor- sam verpflichtet.
An demselben Tage trat der Kandidat des höhern Schulamts Engelhardt in sein Amt ein. UÜber seinen Lebensgang teilt derselbe folgendes mit:
Friedrich Engelhardt, geboren am 16. August 1863, besuchte von Ostern 1878—1883 das Gymnasium zu Hanau. Er studierte in Marburg Philologie und Geschichte, bestand das Examen pro facultate docendi am 4. Mai 1888 und absolvierte von Ostern 1888 bis dahin 1880 das pädagogische Probejahr am Gymnasium zu Weilburg a/L. Vom 1. April 1889—1800 genügte er seiner Militärpflicht in München. In der Zeit von Ostern 1890— 1894 war er als Privat- und Hauslehrer thätig. Vom 1. Mai bis zum 13. August 1804 vertrat er einen erkrankten Oberlehrer in Ober- lahnstein. Durch den Besuch der Königlichen Turnlehrer-Bildungsanstalt— von Oktober 1894 bis März 1895— erwarb er die Befähigung zur Erteilung des Turnunterrichts. Nachdem er im Sommer 1895 am Gymnasium zu Mar- burg und im Winter 1895/06 am Gymnasium zu Hanau vertretungsweise beschäftigt worden war, wurde er Ostern 1800 mit der Erteilung von 10 Turnstunden am Gymnasium zu Hersfeld beauftragt.
Am 20. April überbrachte der Unterzeichnete der Vorsteherin der hiesigen höheren Töchterschule Fräulein Zimmermann die Glückwünsche des Gymnasiums zu ihrem fünfzigjährigen Jubiläum.
Am 31. Mai wohnte der Königliche Provinzialschulrat Herr Geheime Regierungsrat Dr. Lahmeyer in 15 Lektionen dem Unterricht bei.
Vom 1. Juni bis zu den Sommerferien mußte Oberlehrer Hafner, der zu einer militärischen UÜbung einberufen war, vertreten werden. Seine Stunden übernahmen die an der Anstalt beschäftigten Wissenschaftlichen Hülfslehrer ngelhardt und Dehn- hardt. Am 15. Juni hielt Oberlehrer Wassermeier die Ansprache an die Schüler, zum Gedächtnis weiland Kaiser Friedrichs III.
Am 15. und 16. Juni fiel nachmittags die Schule wegen großer Hitze aus.


