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Badeanstalt an der Fulda oberhalb der Stadt. Schwimmunterricht erhielten während des Sommers 92 Schüler, von denen sich 24 freischwammen. Während der Badezeit war die Anstalt täglich 5 Stunden zum Baden und Schwimmen geöffnet und wurde von den meisten Schülern, günstiges Wetter vorausgesetzt, täglich benutzt in bestimmter Ordnung und unter Aufsicht von Gymnasial- bezw. Schwimmlehrern.
b) Gesang. 7 St. Der Gesang wurde in fünf Abteilungen gepflegt. Zur ersten Abteilung, einem vierstimmigen Männerchor, gehörten Schüler der oberen Klassen bis Untersekunda; zur zweiten, die als Sopran und Alt mit der ersten Abteilung einen ge- mischten Chor bildete, gehörten Schüler der mittleren Klassen bis Quarta hinab; zur dritten und vierten zählten die andern nicht befreiten Schüler der oberen und mittleren Klassen bis Quarta, denen entweder die nötige Begabung oder die Vorbereitung für die oberen Abteilungen abging; zur fünften Abteilung gehörten die Schüler der Quinta und Sexta. Als Unterrichtsstoff in den beiden ersten Abteilungen dienten mehrstimmige Choräle, Volks- und Vaterlandslieder, sowie kleinere und größere Kompositionen verschiedener Meister für Männer- oder gemischten Chor mit oder ohne Begleitung eines Instruments, die bei Schulfesten oder anderen Veranlassungen zur Aufführung kamen. In den andern Abteilungen wurde durchgenommen Noten- und Pausenkenntnis, Takt- und Tonarten, Ton- leiter, Treff- und Vortragsübungen, ein- und mehrstimmige Volks- und Vaterlandslieder, Choräle und dergl. im Anschluß an Schultzes Gesangschule und Noaks Liederbuch für höhere Schulen. Berge.
c) Zeichnen. Für die Schüler der Gymnasialklassen von Untersekunda auf- wärts war ein nicht verbindlicher Zeichenunterricht in wöchentlich 2 Stunden eingerichtet. Ein Teil der Schüler arbeitete nach plastischen Ornamenten, Geräten, Gefäßen, lebenden Pflanzen u. s. wW. Eine andere Abteilung von Schülern wurde geübt in der projektivischen Darstellung geometrischer Körper in verschiedenen Ansichten mit Schnitten und Ab- wickelungen. Es besuchten den Unterricht im Sommersemester 22, im Wintersemester 5, im ganzen 24 Schüler. Lindow.
II. Verjügungen der vorqesetzten Behörden.
1. Vom 25. April; Zuweisung eines jungen Mannes zur Ablegung der Reifeprüfung für Prima. 2. Vom 28. April; es ist zu berichten, welche physikalischen Apparate die Anstalt besitzt. 3. Vom 28. Mai; betreffend die Vertretung des zu einer militärischen Ubung ein- berufenen Oberlehrers Hafner. 3*½


