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und Liedern. Oertel(im Winter Paul). b) katholische: 2 St. Mit Unterprima vereinigt.
2. Deutsch. 3 St. Einführung in das Nibelungenlied durch Lektüre und Er- klärung des Urtextes(mit Auswahl); Ausblick auf die nordischen Sagen und die großen germanischen Sagenkreise. Einführung in die höfische Epik und Lyrik durch Mitteilung und Erklärung von Proben aus den Werken Hartmanns von Aue und Walthers von der Vogelweide. Sprachgeschichtliche Belehrungen im Anschluß an die mittelhochdeutsche Lektüre. Uberblick über die Gattungen der Dichtung. Lektüre von Schillers Wallenstein- Trilogie und Goethes Egmont, mit besonderer Rücksicht auf die Komposition der Kunst- werke und ihren Aufbau. Auswendiglernen und Vortragen im Anschluß an die Lektüre. 8 Aufsätze. Tiemann.
Aufgaben für die Aufsätze: . Das Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr. . Worin besteht die Schuld Siegfrieds, und wie wird sie gesühnt?(Klassenarbeit.) . Welche Charakterzüge bewundern wir an Gudrun? Wie kam es, daß nach den Perserkriegen die Hegemonie von Sparta auf Athen überging?(Klassenarbeit.)
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Welches ist der Gedankengang der Kapuzinerpredigt in«Wallensteins Lager«, und welche dramatischen Zwecke erfüllt diese Scene?(Klassenarbeit). Welche Bedeutung hat das Bankett Terzkys für die Entwicklung der Haupthandlung?
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Worin besteht das tragische Moment der Wallenstein-Handlung? 8. Welche Entwicklung nimmt die Katastrophe der Nebenhandlung(Max-Handlung) in Schillers Wallenstein- Trilogie?
3. Lateinisch. 7 St. Livius, Ab urbe c. XXI und XXII mit Auswahl und XXV als Privatlektüre; Sallust, De Catilinae coniuratione; Cicero, Or. pro Milone; Ver- gil, Aeneis V und VI mit Auswahl. Grammatische Wiederholungen, besonders der Kasuslehre, und stilistische Zusammenfassungen. Alle 14 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische abwechselnd als Klassen- und als Hausarbeit; daneben alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Becker.
4. Griechisch. 6 St. Lektüre von Herodots Geschichte, Homers Odyssee VII— XVI und Xenophons Memorabilien, mit Auswahl. 5 St. Alle 4 Wochen eine schriftliche Ubersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche als Klassenarbeit. Syntax der Tempora und Modi, sowie die Lehre vom Infinitiv und Partizip. 1 St. Tiemann.
5. Französisch. 2 St. Mignet, Histoire de la révolution française. Sprech- übungen. Zusammenfassende grammatische Wiederholungen nebst mündlichem Über- setzen ins Französische. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, meist Obersetzungen aus dem Französischen. Burhenne.
6. Hebräisch. 2 St.(nicht verbindlich). Schrift- und Lautlehre; Formenlehre: Personalpronomen und die übrigen Pronomina, der Artikel, Genus, Numerus, Kasus, Sta- tus constructus, die Praefixa, Waw copulativum. Die Bildung des starken Verbums, das Verbum mit Suffixen mit mündlichen und schriftlichen Ubungen nach H. L. Stracks He- bräischer Grammatik. Ubungsbuch§§ 1— 21, 44— 63, 78— 80. Oertel.
7. Englisch. 2 St.(nicht verbindlich). Erwerbung einer richtigen Aussprache


