Jahrgang 
1892
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dem Quartaner Brinkmann 1 Dachskopf und 1 Fuchskopf. 5. Von dem Primaner Bobrik 1 Webervogelnest.

Für den botanischen nterricht wurden angeschafft die 2., 3. und 4. Lieferung von Engleders Wandtafeln.

Die mineralogische Sammlung erhielt als Geschenk vom Herrn Minister der geistlichen etc. Angelegenheiten 6 Blätter der geologischen Karte von Preußen(Melsungen bis Rotenburg). Ferner eine Sammlung Thüringer Mineralien und Gesteine vom Primaner Bobrik.

Der physikalische Apparat erhielt folgenden Zuwachs: 1. Eine Vorrichtung, durch welche die anziehende Wirkung eines Magneten auf einen nach allen Seiten hin pe- weglichen Strom erläutert und zugleich die Richtung der Ströme, welche einen Magneten umkreisen, sichtbar gemacht wird. 2. Rogets Spirale. 3. Ein Meidingerelement(Geschenk). 4. Ein Kondensator(Geschenk).

VI.

Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

Es bestehen an der Anstalt 40 Freitischstellen, welche bedürftigen Schülern, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichnen und vermöge ihrer Anlagen für einen wissenschaftlichen Beruf ausreichend befühigt sind, verliehen werden. Unter denselben Bedingungen kann auch das Schulgeld ganz oder teil- weise erlassen werden. In der Regel werden diese Wohlthaten nicht im ersten Jahre des Schulbesuches verliehen. Die Bewerber haben ihre von Zeugnissen über die Bedürftigkeit ihrer Söhne oder Pflegebefohlenen begleiteten Gesuche spätestens 14 Tage vor dem Semester- schluß dem Unterzeichneten einzureichen, und zwar sind die Gesuche um Verleihung des Freitisches an das Königliche Provinzial-Schulkollegium(zu Händen des Gymnasial- direktors), die um Schulgeldbefreiung an den Königlichen Gymnasialdirektor zu richten.

Von sonstigen Stiftungen bestehen an der Anstalt:

1) Das Molitorsche Familienstipendium. Dasselbe wurde für das Schuljahr dem Studiosus der Philologie Karl Münscher verliehen.

2) Die Münscherstiftung. Das Stiftungskapital beträgt am Ende des Rech- nungsjahres 1891/92 2948,33 Mk. Das Stipendium wurde mit je 57 Mark dem Oberprimaner Max Lichtenberg und dem Unterprimaner Ernst Knoth bewilligt.

3) Das Schimmelpfennigsche Familien-Benefizium. Dasselbe beträgt 12,19 Mark; es wurde dem Untertertianer Otto Berlit verliehen.

Außerdem ist eine neue Freitischstelle in der Bildung begriffen. Das Kapital hat sich durch Zinseszuwachs und durch eine Zuwendung aus dem Ertrage einer Schüler- aufführung von 1390,00 Mark auf 1475,00 Mark vermehrt. 3