Jahrgang 
1882
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10. Am 12. Oktober: Die Einführung des Hilfsbuchs für die deutsche Litteraturge- schichte, II. Teil, von Professor W. Herbst wird genehmigt. 11. Am 31. Oktober: Es wird genehmigt, dass Kandidat Dr. Rudolf Heermann auch ferner am hiesigen Gymnasium in angemessener Weise beschäftigt werde.

12. Am 4. November: Es wird genehmigt, dass diejenigen Quartaner, welche Ostern nach dem Wunsch ihrer Eltern in die höhere Bürgerschule überzutreten beabsichtigen, vom Griechischen dispensiert werden.

13. Am 18. Februar: Es wird Auskunft erfordert, ob die Anstalt mit Feuerlöschge-

III Chronik.

Das Schuljahr begaunn am 25. April Dem Beginn des Unterrichts ging eine gemein-

rüten versehen ist.

same Morgenandacht und eine Ansprache des Direktors, in welcher derselbe die wichtigsten Bestimmungen der Schulgesetze erläuterte und deren gewissenhafte Befolgung den Schülern ans Herz legte, voraus.

Die Sommerferien begannen am 4. Juli und dauerten 4 Wochen.

Für die Zeit von Pfingsten bis zu den Sommerferien musste der als Reserveleutnant zur Dienstleistung einberufene Gymnasiallehrer Hafner vertreten werden.

Die Feier des Sedanfestes fand in der herkömmlichen Weise statt: dem festlichen Aktus in der Aula, bei welchem der Oberprimaner Quehl über das Themader Rhein, der Deutschen Lieblingsstrom einen Vortrag hielt, wohnte ein zahlreiches Publikum bei.

Das Sommersemester wurde am 24. September geschlossen, das Wintersemester begann am 10. Oktober.

Am 24. Februar fand eine sehr zahlreich besuchte musikalisch-deklamatorische Abend- unterhaltung in unserer Aula statt. Auch die schwierigern Gesünge und Musikstücke waren, dank dem unermüdlichen Eifer unseres Gesanglehrers Berge, so gut eingeübt, dass sie in recht befriedigender Weise vorgetragen werden konnten. Herrn Realschullehrer Lohrmann haben wir auch diesmal für seine freundliche Mitwirkung unsern Dank zu sagen.

Von dem sich auf 90,35 Mark belaufenden Ertrag der Abendunterhaltung wurden je 30 Mark dem hiesigenVerein gegen Verarmung und Bettelei und der Luisenstiftung zu Kassel, der Rest nach Abzug der Kosten dem Freitischfonds zugewendet.

Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 22. März In her- kömmlicher Weise unter groszer Teilnahme des Publikums begangen; mit derselben wurde die Entlassung der Abiturienten verbunden. Die Festrede hielt Gymnasiallehrer Hafner.

Das Kapital der Münscherstiftung beträgt wie im Vorjahr 2804 M. 14 Pf. Das Sti- pendium wurde den Primanern Th. von Seidel und Aug. Siebert mit je 42 M. verliehen.

Der Fonds zur Gründung eines neuen Freitisches beträgt 854 Mark 61 Pf., hat sich also um 52 M. 96 Pf. vermehrt.