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benannten ganzen und gebrochenen Zahlen. Leichte Beispiele zur Regeldetri, daneben Kopf- rechnen. Fölsing 1. Teil. Heermann.
6. Naturkunde. 2 St. Wie in V. Heermann.
7. Zeichnen. 2 St. Vorbereitende Uebungen zum Freihandzeichnen unter An- wendung von Zirkel und Lineal. Klassenzeichnen nach Vorzeichnung an der Wanqdtafel. Die gerade und die gebogene Linie und deren Anwendung in Figuren etc. ohne und mit Schattirung. Domschke I. Für häuslichen Fleisz Vorlagen. Berge.
8. Schreiben. 3 St. Berge.
Katholischer Religionsunterricht.
Der katholische Religionsunterricht wurde in zwei Abteilungen erteilt, von denen jede wöchentlich eine Stunde erhielt. Durchgenommen wurde in der oberen Abteilung: Die besondere Sittenlehre. Die Geschichte der christlichen Kirche vom sechzehnten Jahrhundert an bis zur Gegenwart. In der unteren Abteilung: Wiederholung der Lehre von den Geboten und der Sünde, die Lehre von den Sakramenten der Busze und des Altars. Biblische Ge- schichte des alten Testamentes von Moses bis zum Untergang des Reiches Juda. Kaplan Fleck.
Singen und Turnen.
Gesang. 5 St. Ziel des Gesanges ist Vorbereitung der Schüler auf den Kirchen- und Chorgesang und Uebung darin. Dieses zu erreichen waren die Schüler in 4 Abteilungen geteilt, von denen die 1. Abt. geübtere Schüler der oberen Klassen als Männerchor, Abt. II, geübtere Schüler des Sopran und Alt, Abt. III. und IV. diejenigen Schüler enthielt, welche durch Elementarübungen(Notenlesen, Treftübungen, ein- und zweistimmige Volks. liedchen etc.) auf die beiden ersten Abteilungen vorzubereiten waren. Jede Abt. hatte wöchentlich als solche eine Stunde und ausserdem Abt. I. und II. als gemischter Chor im Wechsel mit III. und IV. wöchentlich noch eine Stunde zur Einübung von Chorälen und gemischten Chören. Berge.
Turnen, im S. 10, im W. 8 St. Um engeren Anschluss des Turnunterrichts an den anderen Unterricht zu erreichen, wurde umfassendere Durchführung des Klassenunter- richts nötig befunden und darum die Schüler für das Sommersemester 1878 in fünf, für das- Wintersemester 1878/79 in vier Hauptabteilungen und jede derselben wieder in 3 bezw. 6 Riegen eingeteilt. Zur 1. Abt. gehörte im Sommer I und IIa, zur 2. Abt. IIb, zur 3. Abt. IIIa, zur 4. Abt. IIIb und zur 5. Abt. IV, V und VI; im Wintersemester bildete I mit II nur eine Abt. Für Marschübungen blieb die frühere Einteilung in Zügen etc. Alle Abteilungen hatten Frei-, Gerät- und Gerüstübungen, die 5. Abteilung keine Hantel-, dagegen aber Stab- übungen. Bei den oberen Abteilungen waren Gerät- und Gerüstübungen Hauptgegenstand, bei den unteren dagegen die Freiübung.— Es wurde geturnt an Reck, Barren, Bock, Spring- kasten, wagrechter und schräger Leiter, Klettergerüst, Sturmsprunggestell, Freispringel, mit Hanteln, Stäben und Springstäben, und zwar in jeder Stunde nach den Freiübungen von jeder Riege in zweckentsprechender Reihenfolge an zwei verschiedenen Geräten. Der Uebungs-


