Maturitätsprüſungen
wurden in dem verwichenen Schuljahr zwei abgehalten. Auf Grund der erſten, welche am 3. und 4. September unter dem Vorſitz des Königlichen Commiſſarius Herrn Prov.⸗Schulraths Dr. Rumpel ſtatt fand, erhielten das Zeugnis der Reife und wurden am Schulſchluß(3. October) feierlich entlaſſen die Ober⸗
primaner
1) Hermann Moſt, Sohn des Pfarrers Moſt zu Sippers⸗ hauſen. Studium: Jura in Marburg.
2) Heinrich Schmidt, Sohn des Schmiedemeiſters Schmidt zu Barchfeld. Studium: Philologie und neuere Sprachen in Leipzig.
Auch beſtand das Examen
3) Der Extraneer Friedrich Herwig, Sohn des zu Homberg verſtorbenen Lehrers Herwig. Er beabſichtigt ſich dem Poſtfach zu widmen.
Der Oberprimaner Albert Wiegand, ein ſonſt wohl be⸗ zeugter Schüler, mußte im Laufe des ſchriftlichen Examens zu⸗ rückgewieſen werden, weil er ſich zu einem Verſuch verbotener Hülfsleiſtung hatte ſchwach finden laſſen.
Der Extraneer Otto Heſſe wurde wegen ſeiner ganz unge⸗ nügenden Arbeiten nicht zum mündlichen Examen zugelaſſen.
Das zweite, am 12. und 13. März unter Vorſitz des Unter⸗ zeichneten an Stelle des Königlichen Commiſſarius Herrn Prov.⸗ Schulraths Dr. Rumpel abgehaltene Abiturienten⸗Examen beſtanden folgende Oberprimaner, welche am Ende des Schul⸗ jahrs feierlich entlaſſen werden:
1) Eduard Roſenſtock, Sohn des Pfarrers Roſenſtock zu Philippsthal. Studium: Mathematik und Naturwiſſenſchaften in Leipzig.
2) Heinrich Kühne, Sohn des verſtorbenen Lehrers Kühne zu Hersfeld. Studium: Neuere Sprachen zu Marburg.


