— licentia concionandi, erhielt in Jena den akademiſchen Grad eines baccalaureus theologiae, bekleidete von Michaelis 1868 bis Oſtern 1871 die Stelle eines Sprachlehrers an der höheren Bürgerſchule zu Hersfeld, ging Oſtern 1871 zum Gymnaſium daſelbſt über, beſtand im Februar 1872 zu Marburg das phi⸗ lologiſche Examen pro facultate docendi und wurde am 1. April 1872 deſinitiv zum ordentlichen Lehrer des Gymnaſiums beſtellt.
Karl Auguſt Steiger iſt geboren am 21. Januar 1847 zu Limburg a. d. Lahn, Regierungsbezirk Wiesbaden. Seine Vorbildung erhielt er auf der Elementarſchule zu Limburg (Oſtern 1852 bis dahin 1857), ſodann auf dem Gymnaſium zu Weilburg(Oſtern 1857 bis dahin 1865). Hierauf ſtudierte er je zwei Semeſter auf den Univerſitäten zu München, Bonn und Berlin Philologie, beſtand im Sommer 1869 das Examen pro fac. doc. zu Bonn und begab ſich als candidatus probandus im Herbſt an das Gymnaſium zu Wiesbaden, wo er zugleich als Einjährig⸗Freiwilliger im Heſſiſchen Füſ.⸗Reg. Nr. 80 ſeiner Militärpflicht genügte. Mit demſelben Regiment nahm er bei Ausbruch des franzöſiſchen Kriegs am Feldzug Theil und wurde nach Abſchluß des Friedens von Königl. Provinzial⸗Schulcollegium zu Caſſel reclamiert und ans hieſige Gymnaſium als proviſo⸗ riſcher Hülfslehrer berufen. Seine definitive Anſtellung erfolgte Anfangs 1873.
Karl Hermann Bender, geb. zu Kirberg im Unterlahn⸗ kreis am 2. Mai 1846, evangeliſcher Confeſſion, beſuchte von Oſtern 1861 bis 1865 das Gymnaſium zu Wiesbaden, ſtudierte von Oſtern 1865 bis 1870 Philologie zu Tübingen, Bonn und Marburg, beſtand das Examen pro fac. doc. am 24. Juni 1870 zu Marburg, diente 1870—71 im Heſſ. Feld⸗Artillerie⸗Re⸗ giment Nr. 11, war im Winter 1871—72 als cand. prob. am Gymnaſium zu Caſſel und vom Frühjahr 1872 an als beauf⸗ tragter Lehrer hier.


