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als Lehrgehülfe thätig in Niederneiſen und Kirberg, von wo er hierher berufen wurde.
Am 2. September betheiligte ſich die Anſtalt an der ſtädtiſchen Feier dieſes Tages. Dankend ſei erwähnt, daß Ein Wohllöblicher Gemeinderath zur Freude der Schulen eine Summe zur Vertheilung an die Schüler bei Preisſpielen angewieſen hatte.
Mit dem Beginn des Winterſemeſters wurde die Realſchule von einer durchgreiſenden Aenderung berührt, welche in dem ſtäd⸗ tiſchen Schulweſen hierſelbſt eintrat. Es war nänlich ſchon im Frühjahr vorigen Jahres von den ſtädtiſchen Schul⸗ und Gemeinde⸗ vorſtänden unter dem Vorſitze des Königlichen Regierungs⸗ und Schulraths Herrn Bayer beſchloſſen worden, daß die hieſige Volks⸗ ſchule in eine organiſche Verbindung mit der Realſchule treten, daß der Dirigent der letzteren zugleich die letztere leiten, und daß in beiden nach einem einheitlichen Lehrplan unterrichtet werden möge. Dieſe Beſchlüſſe wurden unterm 7. Auguſt vom Herrn Miniſter ge⸗ nehmigt und kamen mit Beginn des Winterſemeſters in Ausführung. Somit iſt das Herborner ſtädtiſche Schulweſen jetzt ein organiſches, einheitlich geleitetes, unmittelbar unter Königlicher Regierung ſteh⸗ endes Ganzes Die Lehrer der einen Schule können zum Unter⸗ richt an der andern verwandt werden. Eine Rivalität zwiſchen Real⸗ und Volksſchule wird wegfallen. Und da der Staat ſich ge⸗ neigt gezeigt hat und hoffentlich auch künftig zeigen wird, den Be⸗ dürfniſſen der Volksſchule durch materielle Mittel beizuſpringen: ſo iſt dadurch der Stadt eher die Möglichkeit gegeben, für ihre hö⸗ here Schule Opfer zu bringen. Für ein fröhliches Gedeihen des geſammten ſtädtiſchen Schulweſens wollen wir von der neuen Or⸗ ganiſation das Beſte hoffen! Faſt ſämmtliche Lehrer ſind in Folge derſelben pecuniär beſſer geſtellt worden. Es ſei daher, Namens derſelben, wie Einer Königlichen Regierung, ſo auch dem hieſigen Stadtverordneten⸗Collegium an dieſer Stelle Dank geſagt für die Liebe, welche ſich für die Schule in dieſen Zuwendungen kund thut. Es iſt wahr, daß ohne materielle Opfer ein gehobenes Schulweſen ſich nicht herſtellen läßt. Indeß es verdient immer wieder von Neuem hervorgehoben zu werden, daß Opfer für die Schule gut angelegte Capitalien ſind. Der Schule vertrauen alle Eltern das Beſte an, was ſie haben, nämlich ihre Kinder. Ob dieſe letzteren ſich geiſtig normal entwickeln und zu einer geachteten Stellung im


