Schuljahr 1921/22.
Zu Beginn des Schuljahres wird der Oberlehrer Goes an die Ludwigsoberrealſchule zu Darmſtadt verſetzt.
Für ihn kommt der Oberlehrer Dr. Scheuermann von der Realſchule in Alzey.—
Zur Teilung der IIla wird der Lehramtsaſſeſſor Monjé von der Realſchule in Bad⸗Nauheim berufen.
Als überplanmäßige Lehrkraft wird der Schule der Obeérlehrer Wirth zugeteilt, der vorher i in Elſaß⸗Lothringen und nach ſeiner Rückkehr nach Heſſen an der Oberrealſchule in Alsfeld gewirkt hat.
Der Lehramtsaſſeſſor Hechler bleibt zur weiteren freiwilligen Dienſtleiſtung an der Anſtalt und vertritt vom 6. bis 14. Mai, vom 21. Mai bis 7. Juli und vom 10. bis 31. Oktober den zu den Verhandlungen des Landtags be⸗ urlaubten Landtagsabgeordneten Profeſſor Dr. Zilch. Vom 23. Auguſt bis 24. September leiſtet Aſſeſſor Hechler Aushilfe an der Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule in Groß⸗Umſtadt.
Vom 1. Februar 1922 bis 10. März 1922 iſt der Studienreferendar Wittersheim mit der Vertretung des erkrankten Oberlehrers Stein betraut.
Mit Genehmigung des Landesamtes für das Bildungsweſen wird der Oberlehrer Dr. Peters aus Hörno⸗ ſand in Schweden vom 27. Juni bis 9. Juli zur Teilnahme an dem Unterricht in den ſprachlichen Fächern zugelaſſen.
Schuljahr 1922/23.
Oſtern 1922 vertauſcht der Studienaſſeſſor Monjé ſeinen Wirkungskreis mit der Ludwigsoberrealſchule in Darmſtadt.
Seine Stelle übernimmt der Studienaſſeſſor Dr. Rettig, vorher Leiter der höheren Mädchenſchule in Idar an der Nahe.
Mit Wirkung vom 24. April 1922 wird dem Studienaſſeſſor Hechler die Verwaltung einer Lehrerſtelle über⸗ tragen.
Während der Herbſtferien wird der Studienrat Profeſſor Dr. Schnellbächer an die Realſchule und das Progymnaſium zu Laubach verſetzt. Mit ihm tauſcht der Studienaſſeſſor Fucks.
Ende September geht Profeſſor Dr. Zilch in Urlaub, um mit Wirkung vom 1. April 1923 ab nach faſt 40 jähriger Tätigkeit an der Anſtalt in den Ruheſtand zu treten.
Zu ſeinem Nachfolger wird von Beginn des Winterhalbjahres ab der Studienaſſeſſor Dr. Stumm beſtellt.
Am 26. Februar 1923 wird auf dem Schulhof der Gedenkſtein für die Gefallenen des Weltkriegs enthüllt.
Schuljahr 1923/24.
Dem Studienrat Dr. Scheuermann wird mit Wirkung vom 9. April 1923 ab die Verwaltung einer Lehrer⸗ ſtelle an der Liebigs⸗Oberrealſchule in Darmſtadt übertragen.
Als Erſatz für ihn kommt vom 16. April bis zu den Sommerferien der Studienreferendar Keim. Nach den Sommerferien übernimmt der Studienaſſeſſor Völzing die endgültige Verwaltung der Stelle.
Mit Beginn des Schuljahres wird dem Studienaſſeſſor Fucks die Verwaltung einer Studienratsſtelle an der Realſchule in Michelſtadt übertragen.
Für ihn wird der von den Franzoſen aus Mainz ausgewieſene Rektor der Marienſchule Dr. Gärtner kom⸗ miſſariſch hierher berufen. Während eines ihm bewilligten Erholungsurlaubs vom 6. Juli bis zu den Herbſtferien vertritt ihn der Studienaſſeſſor Bender von der Realſchule in Langen, der infolge von Einreiſeſchwierigkeiten nicht ſeinen Dienſt⸗ ort im beſetzten Gebiet erreichen kann.
Zur Teilung der Ila wird eine neue Lehrerſtelle nötig, mit deren Verwaltung der Studienreferendar Dr. Menninger mit Wirkung vom Beginn des Schuljahres betraut wird.
Der Studienaſſeſſor Dr. Stumm wird mit Wirkung vom 1. Oktober an das Lehrerſeminar in Alzey verſetzt, kann aber die Stelle nicht antreten, da ihm ſeitens der Franzoſen die Einreiſeerlaubnis verweigert wird. Dr. Stumm bleibt auf dieſe Weiſe der Schule erhalten. Ein dem Studienaſſeſſor Dr. Ludwig erteilter Lehrauftrag wird wieder zurückgenommen.
An Oſtern übernimmt anſtelle des zum Pfarrer von Rothenberg ernannten Herrn Pfarraſſiſtenten Reinheimer, Herr Pfarraſſiſtent Layer den evangeliſchen Religionsunterricht der Unterklaſſen. Als im Juli Herr Pfarrer Rehwald erkrankt, erteilt Herr Pfarraſſiſtent Layer den geſamten evangeliſchen Religionsunterricht, bis er im Herbſt durch Herrn Pfarraſſiſtenten Beringer entlaſtet wird, der dann den geſamten Unterricht in ſeinen Händen vereinigt, als Herr Pfarr⸗ aſſiſtent Layer erkrankt.
Zur Ableiſtung ihres Probejahres werden mit Beginn des Winterhalbjahres die Studienreferendare Dr. Otto Groll und Margarete Wiegand an der Anſtalt zugelaſſen.
Am 1. Februar 1924 tritt auf Grund des§ 1 des Geſetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten Herr Geheimer Schulrat Dr. Baur, der 28 Jahre die Anſtalt geleitet hat, in den Ruheſtand. Auf Erſuchen der vorgeſetzten Behörde führt er die Dienſtgeſchäfte noch bis zur Beendigung der Reifeprüfung weiter. Die Führung der Dienſtgeſchäfte geht zunächſt auf den dienſtälteſten Lehrer, Herrn Studienrat Profeſſor Dr. Horn, über.


