Jahrgang 
1929
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Zum Baden und Schwimmen war im Sommer den Schülern auf dem der Anstalt gehörigen Badeplatz oberhalb Hadamars Gelegenheit geboten.

Das Reichsjugendabzeichen für Turnen und Sport erwarben Adolf Ungemach OII, Alfred Beckmann. Reinhold Palm udd Karl Weyland OlIII.

Auerbalb des Unterrichtes wurde von mehreren Schülern auf dem Turnplatz das Tennisspiel gepllegt.

Zeichenunterricht.

Die Schüler unserer Anstalt zeichnen und malen Menschen und Menschengerät, Tiere, Bäume, Berge und Felsen, kurz alle Dinge, die ihnen in der enge- ren Umwelt als bedeutsame Einzelerscheinungen entgegentreten. Sämtlichen Schülern einer asse ist jederzeit ein gemeinsames Ziel gesteckt, wie auch die Art der Aufgaben und die Weise des Vorgehens bei deren Bearbeitung für Angehörige aller Alters-

gruppen die gleiche bleibt. Auch wird die einma gepackte Aufgabe in der Regel nicht allzubald wie der losgelassen, sondern über eine möglichst lang aus gedehnte Zeitspanne hinweg beibehalten, damit sich das Bewußtsein des Zeichners unter ständiger Wech- selwirkung von Betrachten und Begreiſen einerseits und der Zeichenbemühungen andrerseits des gewähl- ten Gegenstandes sicher bemächtigen kann. Es han- delt sich demnach weniger um die Abbildung einer beliebigen Ansicht des Wirklichkeitsvorbildes, als vielmehr um die Vereinigung oller wichtigen Züge in reicher, geschlossener und eindeutiger Niederlegung.

Bildnerische Arbeitsgemeinschaft: Jhre Arbeit schließt sich eng an die zeichnerische Betätigung an. Menschen und Tiere werden in Ton gebildet und aus Gips oder Holz herausgeschnitzt. Der Gruppe gehörten zuletzt 14 Schüler an.

3. Bericht über die Lehrer.

a) Veränderungen im Lehrkörper:

Wie bereits im letzten Jahresbericht erwähnt ist, trat Oberschullehrer Krekel am 31. 3. 1929 nach erreichter Altersgrenze in den Ruhestand. Auf Wunsch des Provinzial- schulkollegiums führte Oberschullehrer Krekel den gesamten Zeichenunterricht bis Herbst 1929 fort, während für seine übrigen 10 Unterrichtsstunden der Konviktregens Dr. Meister sich bereitwilligst zur Verfügung stellte. Zu Beginn des Winterhalbjahres 1929 wurde Studienassessor Graber dem Gymnasium zur vollen Beschäftigung überwiesen; er übernahm den gesamten Zeichenunterricht und die vorbezeichneten 10 Stunden. Für den ans Gymnasium in Fulda versetzten Studienrat Wagner trat Ostern 1929 der Studienassessor Dr. Bausch ein; nachdem er vorher zum Stndiensieer ernannt war, tauschte er am 1. 8. mit dem Studienrat Dr. Boos vom Gymnasium in Oberlahnstein. 4 Tulen⸗ und Griechenlandfahrt von Studienrat Dr. Herbst sieheGeschichte der

nstalt.

b) Ein Lehrerausschuß wurde auch für das abgelaufene Schuljahr nicht gewählt.