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Anmerkung: Bei der schriftlichen der zum Ostertermin 1926 unserer wiesenen Nichtschüier waren folgende Aufguaben gestellt:
Deutscher Aufsatz: Zur Auswahl:
1. Wodurch gelingt es Schiller ia seiner Wallen- steintrilogie, den großen Heerführer uns mensch- lich näher zu bringen?
. Unglück selber taugt nicht viel; drei gute Kinder:
Reifeprüfung
doch es hat Kraft, Erfahrung, Mitgefüh!
und Arzenei.
.Es ist die Rede dreierlei: Ein Licht, ein Schwert
f) Einrichtung des künstlerischen
Anstalt über-
und technischen Unterrichts. Musikpflege:
Es bestanden 4 Abteilungen: 1. ein gemischter Chor,
2. ein Männerchor, der auch im gemischten Chor mitwirkte, 3
3. ein Schülerorchester,
4. eine Abteilung der Nichtchorsänger, die nur
kurze technische Uebungen machten.
4 Wochenstunden. V und VI hatten außerdem je 2 Wochenstunden Gesangunterricht. Im Lauſe des
Jahres fanden 2 Schülerkonzerte statt.
4. Das Wort des Horaz:„Merses profundo, pul- chrior evenit“ auf die preußische Geschichte an gewandt.
Latein: Liv. XXIX, cap. 1,§§ 1—9 einschl.(mit
Auslassung des Satzes in§ 9 Laeto— tra- dit). Die Formen querentes und dissimulasti sind zu erklären.
Griechisch: Xenophon, KEOovo αιεi, lib. VIII,
cap. 7, 5 Ende bis 6 ndute; dunn 8 nud 9 bis
r dμ§bund 26— 28. Außer der Uebersetzung Er- klürung der Formen: 6, ⁴μειι, 70E700, 6Ge⁰1⁰G έμιη⁴ουιmς.
Mathematik:
1. Rentenrechnung: Ein Knabe erhielt bei seiner Geburt ein Paten- geschenk von 3000 ℳ, Zinseszinsen angelegt wurde. Nachdem er das Alter von 20 Jabren erreicht hat, besucht er 4 Jahre lang die Universität und entnimmt von dem ihm nun- mehr gehörigen Kapital zu Anfang eines jeden Stu- dienja hres 1000 ℳ. Welche Summe bleibt ihm noch nach vol lendeter Studienzeit?
2. Tri gonometrie: Von einem Dreieck ist die Distanz zweier Seiten b— e gleich 49 m, der von beiden Seiten eingeschlossene Winkel« gleich 136⁰ 23 50“"9% und der Fſächeninhalt J gleich 780 qam. Wie groß sind die Seiten und die
noch stehenden Winkel? 3. Stereometrie: Ein eiserner Kugelabschnitt wiegt 3 Pfund und ist
hoch. Wie groß ist seine Oberfläche?(Spez. Gew.
des Eisens 7,5). 4. An alytische Geometrie: Gegeben sind die Coordina-
ten der Ecken eines Dreiecks: C(9,10). Wie lautet die Gleichung welche Länge hat sie, und wie lang hörige Mittellinie und Höhe?
der Seite BC, sind die zuge
das ihm zu 4 Prozent auf
A(6,4), B(3,6),
Turnen:
Es bestanden bei 10 au unterrichtenden Kluassen 8 Turnabteilangen und 4 Spielabteilungen. Vom Gymnasial-Turnverein wurde außerdem wöchentlich 2 Stunden geturnt und gespielt. Die Zöglinge des Konvikts übten sich im Geräteturnen in ihrem Turn- saal und spielten auf ihrem Spielplatze Ball- und Laufspiele.
Baden und Schwimmen: Im Sommer schwammen und badeten unsere Schüler an dem Badeplatze des Gymnasiums an wöchentlich 3 Nschmittagen.
Zeichnen:
Da mit Beginn des Schuljahres 1925/26 zum ersten Male der Zeichenunterricht als Pflichtfach für sämt- liche Schüler, also anch für die der oberen Klassen, eingeführt worden war und die Mehrzahl dieser Schüler seit ihrem Austritte ans OIII ke inen Zei- chenunterricht mehr gehabt, anch nur wenig oder
gar nicht mehr gezeichnet hatte, konnte der in den
neuen Richtlinien für den Zeichen- und 4 2 cm
durchgearbeitet werden.
Kunstunter- richt vorgeschriebene Unterrichtsstoff nur teilweise und nur nach einem vorbereitenden Kursus in dar- stellender Geometrie und gebundener Perspektive In den unteren und mitt- leren Klassen konnte der Zeichen- und Kunstunter- richt im engen Anschluß an die in den Richtlinien angegebenen Ziele und Stoffgebiete aus Matur, Menschenleben und Kunst erteilt und die Schüler zur Lösung selbstgestellter, ibrem Können euntspre- chender Auſgaben angeregt werden.
3. Bericht über die Lehrer.
a) Die Veränderungen im Lehrkörper: Da die UI infolge der groſen Schülerzahl
(39) mit ministerieller Genehmigung ab Ostern 1925 geteilt werden mußte,
erhielt der
Studienassessor Dr. Georg Boos bis auf weiteres einen Lehrauftrag mit voller Beschäftigung. b) Ein Lehrerausschuß war für das Berichtsjahr nicht gewählt.


