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Unterterti. 1. Der blinde König(Uhland). 2.*) Der Graf von Habsburg(Schiller). 3.*) Der Sänger (Goethe). 4.*) Des Sängers Fluch(Uhland). 5. Der Schatzgräber(Goethe)]. 6.*) Hoffnung(Geibel). 7. Wenn ich ihn nur habe(Novalis). 8. Schäfers Sonntagslied(Uhland). 9. Herbst(Storm).—
obertertia. 1.*) Die Kraniche des Ibykus(Schiller). 2. Das Glück von Edenhall(Uhland). 3.*) Erl- könig(Goethe). 4. Bertran de Born(Uhland). 5. Die Bürgschaft(Schiller). 6. Der Fischer(Goethe).
Untersekunda. 1.*) Dic Eingangslieder aus„Wilhelm Tell“(Schiller). 2. Tells Monolog(Schiller). 3. Jobannas Abschied aus der„Jungfrau von Orleans“(Schiller). 4.*) Einige Abschnitte aus dem„Lied von der Glocke“(Schiller). 5.*) Frühlingsgruß an das Vaterland(Schenkendorf). 6. Aufruf(Körner).
Obersekunda. 1.*) Kriemhildens Trauam(Nibelungenlied I, 13— 19). 2. 80 die bluomen uz dem grase dringent(Walther von der Vogelweide). 3.*) Ich saz üf eime steine(von demselben). 4.*) Ir sult sprechen willekomen(von demselben).
Obersekunda, Unterprima, Oberprima. 1. Prolog zu Schillers Wallenstein, Vers 91— 110. 2. Reiter- lied aus„Wallensteins Lager“(Schiller). 3. Wallensteins Monolog aus„Wallensteins Tod“(Schiller). 4. Die vier lyrischen Strophen aus Schillers„Maria Stuart“(III, 1). 5. Eingangsmonolog aus Goethes„Iphi- genie auf Tauris“. 6. Parzenlied aus Goethes„Iphigenie auf Tauriss. 7. Der Schluß von Goethes„Her- mann und Dorothea“(IX, 297— 318). 8. Die beiden Musen(Klopstock). 9. Grenzen der Menschheit (Goethe). 10. Das Göttliche(Goethe). 11. Mignon(Goethe). 12. Das Siegesfest(Schiller). 13. Chor- gesang aus Schillers„Braut von Messina“,(IV, 3, 1— 42).
*) Die mit einem Sternchen verschenen Gedichte werden jedesmal in den beiden folgenden Klassen wiederholt.
II. Mitteilungen aus Verfügungen der vorgesetzten Behörden.
1) Solange die außergewöhnliche Hitze andauert, darf der Unterricht an allen Schulen erforderlichen Falles über die geltenden Bestimmungen hinaus völlig ausgesetzt werden. (Vfg. v. 2. 8. 1911— 14082).
2) Die Schüler sind eindringlichst auf die Gefahren hinzuweisen, die dadurch entstehen können. daß im Walde oder in der Nähe des Waldes Feuer angezündet und dann verlassen wird, bevor es völlig verlöscht ist. Besonders in trockener und heißer Jahreszeit kann ein nicht völlig verlöschtes Feuer vom Winde wieder angefacht werden und so die Waldungen bedeutend gefährden.(Vfg. v. 7. 8. 1911— 13763).
3) Die Dauer der Unterichtsstunde an allen höheren Lehranstalten ist auf 45 Minuten festzusetzen.(Ministerial-Erlaß v. 22. 8. 1911— UII 1853).
III. Chronik.
1. Allgemeiner Verlauf des Schuljahres 1911. Das Schuljahr wurde am 20. April mit einem Schulgottesdienst eröffnet. Am Tage vorher fand die Prüfung der neuange- meldeten Schüler statt. Die Aufnahmeprüfung im Hecbste fiel auf den 19. Oktober. Über die Dauer der Ferien enthält das Nähere der Bericht über das Schuljahr 1910.
2. Schulfeste. Die vaterländischen Gedenktage wurden in hergebrachter Weise begangen.
Am 30. September, an dem 100 Jahre seit der Geburt der Kaiserin und Königin Augusta verflossen waren, wurde im Unterricht der verewigten Kaiserin und ihrer Zeit gedacht.
Bei der Sedanfeier hielt der Oberprimaner Josef Pascher den Festvortrag. Er er- wähnte eingangs, daß alle großen Ereignisse im Leben unseres Volkes sich in seiner Dichtung wiedergespiegelt hätten, und legte dann dar, wie während des deutsch-fran-


