Jahrgang 
1905
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4 3. Obersieht über die während des Schuljahres 1904]05 erledigten Lehraufgaben.

Da dem Unterrichte der amtlich vorgeschriebene Lehrplan von 1901 2u Grunle liegt, wird hier nur der Lesestoff der Klassen angegeben: Im Deutschen: 0lI. Goethes u. Schillers Gedankenlyrik. Schillers Wallenstein u. Die Braut von Messina. Grillparzers Goldnes Vlies. Shakespeares Julius Cäsar, privat Shakespeares Macbeth. Stücke aus Bieses Lesebuch für I. UI: Schillers Wallenstein und Die Braut von Messina, Shakespeares Macbeth; Klopstocks Oden(Auswahl) u. Abschnitte aus dom Messias, privat Lessings Minna von Barnhelm. Stücke aus Bieses Lesebuch für I. OIl: Das Nibelungenlied. Goethes Ilermann u. Dorothea. Lieder und Sprüche Walthers von der Vogelweide. Goethes Götz von Berlichingen. Prosastück aus Bieses Lesebuch für OII. UlII: Schillers Glocke, Wilhelm Tell u. die Jungfrau von Orleans. Hopf u. Paulsiek, Lesebuch für UII. OIII: Balladen von Schiller und Uhland. Uhland, Ernst Herzog von Schwaben. Körner, Zriny. Themata der deutschen Aufsätze: 0I: 1. Inwiefern ist Wallenstein berechtigt zu dem Ausspruche:Von falschen Freunden stammt mein ganzes Unglück? 2.Der genießt, wer tut.(Kl.) 3. Mit welchen Gründen empfiehlt Alcibiades den sizilischen Feldzug? 4. Hat Bodenstedt recht, wenn er von Macbeth sagt:Der mächtigste Sporn zur Tat ist die Zunge des Weibes? 5. Im Leben ist Vergessen nicht die letzte Tugend.(Kl.). 6. Inwiefern hat Schiller in derBraut von Messina denOedipus Rex von Sophokles nachgeahmt? 7. Welchen Beruf denkst du zu ergreifen, was erwartest du von ihm, was er- wartet er von dir?(Kl.). 8.Gesundheit und ein gut Gewissen, sie einzig gründen unser Glück. 9. Prüfungsaufsatz:Nimmt man die Flut wahr, führet sie zum Glück. Ferner kleine Aus- arbeitungen. UlI: 1. Wodurch wird das Heer an Wallenstein gefesselt? 2. Des Menschen Engel ist die Zeit.(Kl.). 3. Der Ehrbegriff Tellbeims. 4. Der Tod hat eine reinigende Kraft. 5. Es ist die Rede dreierlei: Ein Licht, ein Schwert und Arzenei. 6. Wodurch hat Schiller die Schuld Wallensteins gemil- dert?(Kl.). 7. Inwiefern bewahrheitet sich an Macbeth das Wort:Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie fortzeugend, immer Böses muß gebären.? 8. Klassenaulsatz. 0OII: 1. Welche Vergleich- punkte mit dem menschlichen Leben bietet Robert Reinicks GedichtDer Strom.? 2. Welehen Um- ständen verdankt die epische Poesie bei den Griechen ihre Blüte?(Kl.). 3. Warum erregt die Ermor- dung Siegfrieds unseren besonderen Abscheu? 4. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.(Kl.). 5. Die Schilderung des Zuges der Vertriebenen durch den Apotheker und Hermann. 6. Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurück.(Kl.) 7. Der Gedankengang der Ansprache Scipios an seine Soldaten vor der Schlacht am Ticinus. 8. Welchen Nutzen gewähren die Wälder?(Kl.). Un: 1. Woraus erklärt sich die große Teilnahme der Griechen am Tode des Jbykus? 2. Welche Bilder aus dem Familienleben entwirtt Schiller im ersten Teil des Liedes von der Glocke?. 3. Wic beweisen Phitias und Damon ihre Freund- schaft?(Kl.) 4. Welche Folgen hatte der siebenjährige Krieg für Preußen? 5. Der Gang des Gespräches zwischen Stauffacher und Gertrud.(Kl.) 6. Der Lord in UhlandsGlück von Edenhall und der König in HeinesBelsazar. 7. Gedankengang von Tells Monolog in der hohlen Gasse bei Küßnacht.(Kl.) 8. Was sagt uns der Winter? 9. Johannas Heimat und Elternhaus.(Nach dem Prolog.) 10. Klassenaufsatz. Im Lateinischen: Ol: Horaz, carm. I. 1. 2. 3. 4. 9. 11. 12. 14. 16. 18. 20. 22. 24. 27. 31. 37. II. 1. 3: 7. 10. 13. 20. Epist. I. 1. 7. 9. Gel. Carm. I. 1. 3. 4. 22. II. 3. 13. Cicero pro Sestio. Auswahl aus Cicero phil. Schr. Auswahl aus Tac. ann. In. II. Cursor. bezw. priv. Ausw. aus Liv. B. I X. XXVII. XXVIII. Sall. Jug. c. 1 70. UI: Horaz c. I 1. 2. 3. 4. 11. 14. 18 20. 22. 34. 37. II. 1. 2. 3. 6. 7. 9. 10. 13. 11. 15. 16. 17. 18. 19. 20. Epod. 1. 2. 7. 9. 166. Sat. I 1 u. 3. Gelernt: I 1. 11. 22 34. II 3. 20). Epo Tac. ann I u. II(Auswo die auf Germanien bezüglichen Abschnitte). Cic. in Verrem IV. Liv. curs.* On Auswahl aus der 3. Dekade von Livius und aus Vergils Aeneis vom Buch II an. UII: Ovid Me Fasti u. Tristia mit Ausw. Verg. Aen. I u. III m. Ausw. Cic. Cat. I u. II, Liv. I u. II Aus. OIll. Caeer B. G. V, VI, VII(Auswahl). Ovid Metamorph.(Auswahl). Ulll: Caesar B. G. B. I. III. IV mit Answahl., Im Griechischen: 0Ol: Thucydides VI u. Teile von VII. Demosthenes Phil. I. Olynth. I. II. III. Sopho- cles Oed. rex. Homer Jlias XIIIXXIV.(Ausg. von Bacb) z. Tl privatim. UI: Plato, Apol. Sophocles Antig. Homer Jlias I XII(Ausg. v. Bach). OII: Herodot V VIII und Homers Odyssee XIII XXIII mit Auswahl. UI: Xenophon Anab. III und VI; Hellen. I; Homer, Odyss. I, IX, X mit Auswahl. OIIl: Xeno- phon, Anabasis I und II.

Im Französischen: Ol. Molière, le malade imaginaire; Klinksieck, franz. Lesebuch.

Ol: Somwer⸗ Lautpey, la Loampugne de 1809. daneben Lagarde, Clef de la Conversation. O lI. Choix de

Winter: Corneille, Cid Nouvelles modernes I. Bd. Seribe, le verre d'eau. Ausgewählte Gedichte aus der Sammlung v. Gropp u.

Hausknecht. U MI: Erkmann-Chatrian, Histoire d'un Conscrit de 1813. Mathematische Prüfungsaufgaben: 1. Auflôsung der Gleichungen: (*+. ve(x= y)= 87 xXy(X v)= 30. 2. Ein Dreieck zu konstruieren aus La, r, 2. 3. Ein Dreieck trigonometrisch zu berechnen aus a= 600, ga= 540, 6= 140.

4. In einem geraden Kegel, dessen Höhe h= 15 m und dessen Grundflächenradius r= 8m ist, ist eine Kugel einbeschrieben. Man berechne das Volumen der Kugel und den Radius des Berührungskreises